Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
37
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000234714/239/
Verfas sungskrise, einem vor drei Jahren ausgelösten Disput um die ka- tholische Kirche Liechtenstein, einem in Strassburg verurteilten Monar - chen und einer 1999 entstandenen Diskussion um den Finanzplatz Liech tenstein für internationale Schlagzeilen sorgt und ich als Journalist darüber in Schweizer Zeitungen berichte, kann mir deshalb doch kein Vorwurf gemacht werden.»486Rohner äusserte sich auch erstaunt, dass mit Günther Meier ein Berufskollege das Schreiben mitunterzeichnet habe.In der Folge intervenierte auch der Komment – eine andere liech- tensteinischen Journalistenvereinigung, über die im nächsten Kapitel ge- schrieben wird – mit einer Stellungnahme in den Landeszeitungen. Er hielt fest, dass kritischer Journalismus fast ausschliesslich aus dem Aus - land stamme. Diese Berichterstattung sei wichtig für Liechtenstein. «Es sind fast die einzigen unabhängigen Stimmen, die auch in Liechtenstein hörbar sind, und der Versuch des LPC, auch diese Berichterstattung un- ter die Fuchtel zu kriegen, scheitert hoffentlich.»487Der Komment regte an, einen «Liechtensteiner Presserat» ins Leben rufen, der die liechten- steinische Presse und die Berichterstattung zu Liechtenstein im Ausland beobachte, um «in Zukunft solche LPC-Zensuren zu verhindern.» We - nig später griff auch die SDA den Fall auf. Darin wird LPC-Vize prä si - dent Walter Brülisauer wie folgt zitiert: «Anstatt die eigenen Aufgaben des Vereins wahrzunehmen, wird in einem Rundunmschlag ein Vereins - mit glied attackiert, und zwar in totaler Verletzung der Vereinsstatu - ten.»488Damit war aber der Fall noch nicht ganz abgeschlossen. Im Mai 2001 wandte sich Markus Rohner mit einem offenen Brief an den Vor - stand des LPC. Rohner kritisiert darin, dass er von der anstehenden Generalversammlung nur auf Umwegen erfahren habe, obwohl er or- dentliches LPC-Mitglied sei. Als nunmehr ausscheidendes Mitglied äus- serte er aber noch die Bitte, das Wort «Presse» aus dem Vereinsnamen zu entfernen. «Was der so genannte ‹Internationale Liechtensteiner Presse - club› mit Medien, Öffentlichkeit und Internationalität zu tun hat, ist mir bis heute ein Rätsel. Habts nett miteinander, geniesst im Tabakskolle - 239 
Internationaler Liechtensteiner Presseclub 486Antwortbriefes von Markus Rohner vom 17. Januar 2001. 487Forumsbeitrag im Liecht. Vaterland v. 28. Februar 2001/Liecht. Volksblatt v. 1. März 2001. 488Bericht von Ruedi Lämmler, SDA, im Liecht. Vaterland v. 10. März 2001. Im Liecht. Volks blatt nicht abgedruckt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.