Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
37
Erscheinungsjahr:
2004
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000234714/220/
Mangels liechtensteinischer Vollprogramme im Fernsehsektor ist es müssig, die Senderwahl des liechtensteinischen Publikums mit Blick auf die Reichweite liechtensteinischer Programme zu erheben. Die vorlie- genden Daten zur Nutzung des Senders XML, des Landeskanals und der Gemeindekanäle zeigen, dass diese Sender als ergänzende Informations - dienst leister genutzt wurden bzw. werden. Der Erfolg des Privatsenders XML muss jedoch als schwach eingestuft wurden bzw. werden. Auf kom merzieller Basis ist ein Fern sehprogramm für Liechtenstein kaum zu bewerkstelligen. Ob der Liech tensteinische Rundfunk (LRF) den ge - mäss Rundfunk gesetz grundsätzlich zulässigen Betrieb eines Fern seh - sen ders avisiert, ist noch offen. Es ist aber damit zu rechnen, dass das Fernsehpublikum verwöhnt ist und einen zweitklassigen Sender kaum anerkennen wird. Auch hier dürfte der einzig gangbare Weg darin beste- hen, einen finanziell verkraftbaren und zeitlich definierten sowie limi- tierten Nachrichtenblock für das liechtensteinische Publikum anzubie- ten, der mit Vorteil über den Lan deskanal ausgestrahlt wird. Das Internet hat in Liechtenstein relativ rasch und früh eine starke Verbreitung und eine Nutzung mit den Schwerpunkten auf dem Mail- und Newssektor erfahren. Die Nutzerstruktur entspricht weitgehend derjenigen in anderen westlichen Industriestaaten mit Schwerpunkten bei den Jüngeren mit gehobener 
Ausbildung. 5.3 Mediennutzung und Meinungsbildung In dieser Arbeit kann nicht das gesamte Spektrum der Medien wir kungs - forschung abgehandelt und empirisch aufgearbeitet werden. Diesbezüg - lich sei auf die spezifischere liechtensteinbezogene Studie von Marcin - kowski hingewiesen.463Die Medienwirkungsforschung hat in den ver- gangenen Jahrzehnten eine Vielzahl an empirischen Arbeiten generiert, die das Verhältnis zwischen Medien und deren Konsumenten kommuni- kationswissenschaftlich untersuchen. Dabei hat sich eine Spannbreite von theoretischen Erklärungsmodellen entwickelt, die von einer unidi- rektionalen und kausalen Wirkungskette vom Medium auf den Rezi - pien ten – einer Stimulus-Response-Beziehung – über interaktive und 220Mediennutzung 
463Marcinkowski 2004 (i.Ersch.)
        

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