Der 1. Weltkrieg 
  
kirche besichtigen; die letztere, die er mit der Dorfkirche in Triesen 
verglich, erschien ihm „wohl weit schöner als unsere Kirche zu 
Hause und viel, viel grösser“. 
Im Oktober 1917 schob man Tschugmell, dessen Hand wegen 
der Splitter kaum heilte, nach Lambach in Oberösterreich, in die 
Rekonvaleszentenabteilung. Dort entging er Ende Oktober 1917 
nur knapp einer Zuteilung zu einer „Ersatzkompagnie“ für den 
Fronteinsatz. Er wurde gelegentlich als „Unterjäger vom Tag“ zum 
Innendienst kommandiert. Schliesslich erhielt Tschugmell nach vie- 
lem Bemühen Anfang 1918 vom 4. Januar bis 18. Februar Heimat- 
urlaub, für sechs Wochen konnte er ins liechtensteinische Triesen 
zur Familie zurückkehren. Dort herrschte ebenfalls Not. 
Zurück in Lambach wurde Tschugmell Ende Februar 1918 er- 
neut für kriegstauglich erklárt und nach dem westlich von Linz ge- 
legenen Wels beordert, zu einer Ersatzkompanie, die an die Front 
abgehen sollte. Dem entging er indes knapp, da man ihn in Wels 
nochmals ins Spital schickte, um die restlichen Granatsplitter aus 
der Hand operieren zu lassen, er konnte noch kein Gewehr fassen. 
Nach der Operation blieb er bis Mitte April 1918 im Spital in Wels. 
Darauf wiederholte sich der Turnus wie zuvor: Von April bis Juni 
1918 erneut Rekonvaleszent in Lambach, im Mai 1918 unterbro- 
chen durch einen Monat Urlaub zum Gymnasiumsbesuch in Feld- 
kirch, von Lambach schliesslich Anfang Juli 1918 in eine Ersatz- 
kompanie nach Wels kommandiert. 
Streifen- und Wachdienst in den letzten Kriegsmonaten 
Nach einjährigem Verwundeten- und Rekonvaleszenten-Dasein 
(Juli 1917 bis Juni 1918) kam Fridolin Tschugmell nochmals zum 
Einsatz, von Anfang Juli 1918 bis zum Kriegsende im November, 
zusammen noch vier Monate lang. Er wurde mit einer Ersatzkom- 
panie von Wels aus nach Osten geschickt, nach Galizien und nach 
Bôhmen. An der Ostfront war zwar der Krieg mit Russland been- 
det, aber es gab noch militärische Aufgaben. 
Ein erster Einsatz von zwei Wochen bestand darin, eine grosse 
228 
  
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.