zweite Isonzo-Schlacht tobte. Sie dauerte zweieinhalb Wochen, bis 
zum 3. August. In diese Abwehrschlacht gegen die pausenlos an- 
stürmenden Italiener wurde am 26. Juli auch die Kompanie von Fri- 
dolin Tschugmell geworfen, und zwar bei Doberdö, nördlich Mon- 
falcone. Tschugmell, als Truppensanitäter an der Front eingesetzt, 
erlebte den Kugelhagel, den Artilleriebeschuss, das Liegen in den 
Mulden unter Trommelfeuer. 
Nach neun Tagen durchgehender Schlacht wurden sie von un- 
garischen Soldaten an der Front abgelöst. Das Regiment hatte vor 
der Schlacht zirka 2’500 Mann gezählt, nun zählte es noch 500, so 
notierte Tschugmell. Seine Kompanie wurde auf einen neuen Front- 
einsatz vorbereitet. Doch nach einigen Wochen wurde das Bataillon 
Tschugmells am 29. August 1915 wieder von der Isonzo-Front ab- 
gezogen. 
An der Tonale-Front 
Tschugmells Truppe wurde Ende August 1915 ins Südtirol (Mezzo- 
corona) zurück und von dort zwei Wochen später, am 11. Septem- 
ber, an die Tonale-Front verlegt, wo östlich über dem Tonalepass, in 
den gegen 3’000 Meter aufsteigenden Bergen, Österreicher und Ita- 
liener sich gegenübersassen und ständig beschossen. Während fünf- 
einhalb Monaten war Tschugmell an der Tonale-Front, vom Sep- 
tember 1915 bis zum März 1916. Ende Februar und Anfang März 
1916 gab es viele Lawinenopfer unter den italienischen und öster- 
reichischen Soldaten, auch in Tschugmells Einheit. 
An der Dolomiten-Front 
Anfang März 1916 wurde Tschugmell mit seiner Kompanie von der 
Tonale-Front abgelöst und über Trient an den wenige Kilometer 
östlich davon gelegenen Caldonazzo-See verlegt. Nur 25 Kilometer 
südlich und östlich verlief die Südtiroler Dolomiten-Front. Tschug- 
mell wurde oberhalb Levico im Valsugana eingesetzt, direkt hinter 
der Grenz- und Frontlinie, auf einem ersten Hilfsplatz an der Front. 
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Der 1. Weltkrieg 
  
 
        

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