Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
34
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000147462/94/
Region ist. 1998 flossen rund 650 Mio. CHF in Form von Arbeit neh - mer entgelt für die Zupendler in die weitere Region ab. Vergleicht man das liechtensteinische BIP mit dem BIP anderer Län der, zeigt sich, wie klein die liechtensteinische Volkswirtschaft trotz der teilweise stürmischen Entwicklung in den letzten sechs Jahrzehnten ist. Das BIP der Schweiz ist rund 100 mal grösser als das liechtensteini- sche BIP, das BIP Deutschlands ist rund 1000 mal grösser. Im Vergleich mit der Europäischen Union liegt das liechtensteinische BIP bei 0,2 Pro - mille. Liechtenstein ist ein wirtschaftlicher Winzling und wird aufgrund der Kleinheit des Landes auch nie etwas anderes sein können. Eine Be - dro hung der Weltwirtschaft oder der finanziellen Stabilität des Wäh - rungs systems kann von Liechtenstein mangels Masse nicht ausgehen. Fehlende Grösse hat auch etwas Beruhigendes. Die liechtensteinische Volkswirtschaft ist zwar absolut betrachtet sehr klein, jedoch überdurchschnittlich produktiv. So liegt die Arbeits - pro duktivität, gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigen, in Liechtenstein 43 Prozent höher als in der Schweiz. Zu dieser hohen Produktivität tragen nebst den Banken auch verschiedene Wirtschafts - zweige der Industrie bei. Da die Arbeitsproduktivität ein wesentlicher Faktor für die Höhe der durchschnittlichen Unternehmensgewinne ist, gibt diese Kennzahl einen Hinweis auf die wirtschaftliche Standort - attrak tivität Liechtensteins. Selbst bei einem massiven wirtschaftlichen Einbruch würden sich die liechtensteinischen Produktivitätswerte ledig- lich wieder dem schweizerischen Niveau annähern, aber wohl kaum dar- unter fallen. Liechtenstein kann hier mit einer gewissen Gelassenheit in die Zukunft sehen, ohne deswegen jedoch in Sorglosigkeit zu verfallen. Einen Einblick in die liechtensteinische Wirtschaftsstruktur gibt die Auf gliederung der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung nach Wirt - schafts bereichen. Sie liefert eine erste Antwort auf die eingangs gestellte Frage, «wer oder was hinter dem Wohlstand steckt». Berechnet wird die Wertschöpfung eines Wirtschaftsbereichs, indem man den Aufwand für die eingekauften Vorleistungen vom Verkaufswert der hergestellten Waren und Dienstleistungen abzieht. Die Aufgliederung der gesamt- wirtschaftlichen Wertschöpfung für 1998 ist in Abb. 1 dargestellt:16 94Wilfried 
Oehry 16Vgl. Amt für Volkswirtschaft (Kurzinformation II), S. 1.
        

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