Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
34
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000147462/43/
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platz wachs tums. In den Jahren 1999 und 2000 hatten wir eine jährliche Zuwachsrate der Arbeitsplätze von 6 Prozent. Eine solche Zuwachsrate bedeutet, dass sich die Zahl der Arbeitsplätze alle 12 Jahre verdoppelt. Den 27000 Arbeitsplätzen steht eine Bevölkerung von 33000 Menschen gegenüber. Heute pendeln deshalb täglich rund 10000 Personen aus dem Ausland nach Liechtenstein, um hier zu arbeiten. Gerade noch 39 Pro - zent der in Liechtenstein Beschäftigten besitzen die liechtensteinische Staatsbürger schaft. Liechtenstein mit einer stark wachsenden Wirtschaft ist auf die ausländischen Arbeitskräfte, oder auf ausländische Human - ressour cen, wie es im heutigen Sprachgebrauch der zunehmenden Angli - zis men heisst, angewiesen. Die Integrationskraft des Staates ist stark ge- fordert. Die Wirtschaft ruft nach Arbeitskräften, die auf dem inländi- schen Markt nicht mehr zu finden sind. Der Zuwanderungsdruck nimmt dementsprechend zu. Dabei müssen wir bedenken, dass wir nach Ar - beits kräften rufen und Menschen zu uns kommen. Menschen, die den gesellschaftlichen Anschluss suchen, die nicht nur in Liechtenstein arbeiten, sondern zu einem grossen Teil hier ihren Lebensmittelpunkt finden. Der Arbeitsmarkt in Liechtenstein ist heute völlig ausgetrocknet. Die wirtschaftlichen Eckdaten zeugen von einer sehr produktiven und hochdiversifizierten Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt pro Er - werbs tätigen belief sich im Jahr 1998 auf 169000 Franken. Die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung pro Erwerbstätigen liegt in Liechtenstein sehr hoch, deutlich höher als in unseren Nach bar staa - ten. Sie ist das Mass für die Produktion einer Volkswirtschaft und damit ein Indikator der Standortattraktivität eines Landes. Der Gang Liechtensteins in den Europäischen Wirtschaftsraum bei gleichzeitiger Beibehaltung des engen Verhältnisses zur Schweiz, hat ei- nen Nachteil des Kleinstaates aufgehoben, nämlich den des fehlenden Binnenmarktes. Der EWR kommt der liechtensteinischen Exportwirt - schaft ebenso zugute wie unsere Mitgliedschaft bei der WTO. Beide tra- gen dem Umstand Rechnung, dass die liechtensteinische Volkswirtschaft darauf angewiesen ist, ihre Waren und Dienstleistungen grenzüber- schreitend anzubieten. Die Mitglieder der Liechtensteinischen In - dustrie- und Handelskammer exportierten 1999 Güter im Umfang von 3,9 Mrd. Franken. Davon gingen 43 Prozent in den EWR-Raum, 13 Pro - zent in die Schweiz und 44 Prozent vor allem in die USA, nach 
Taiwan 
Liechtenstein – eine integrationspolitische Erfolgsgeschichte?
        

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