Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
33
Erscheinungsjahr:
2001
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000145819/111/
nor men und von Regeln und Politiken, die ein breites Feld von Fragen abdecken, sowohl Verfahren als auch Substanz behandeln und Abkom - men zwischen den Mitgliedern erleichtern».265Für ihn ist das EU- Regime nicht nur einzigartig, sondern hat auch dazu beigetragen, den Nationalstaat durch die Schaffung eines neuen Handlungsrahmens zur Bewältigung seiner Aufgaben zu stärken. Für Wallace hingegen ist die EU «mehr als ein Regime», aber doch «weniger als eine Föderation».266 Schneider und Werle argumentieren in ähnlicher Weise, dass die EU nicht nur als internationales Regime, sondern als korporativer Akteur mit gewissen Eigeninteressen angesehen werden müsse, da sie «mehr als die blosse Summe der Mitgliedsregierungen» darstelle.267Aus Breckin - ridges Perspektive weist die EU ebenfalls sowohl Aspekte einer inter na - tio nalen Organisation (genauer: Konföderation) als auch eines inter - nationales Regimes auf, welches allerdings zentralisierter und institutio- nalisierter ist als andere Regime.268 Die Europäische Union ist im Gegensatz zu vielen internationalen Regimen nicht auf ein bestimmtes Politikfeld beschränkt. Sie unterschei- det sich von anderen internationalen Institutionen insbesondere durch ihre supranationalen Eigenschaften, das «Poolen» nationaler Souverä ni - tät über Entscheidungen mit qualifizierter Mehrheit und die Abgabe na- tionaler Kompetenzen an zentrale EU-Institutionen. Im Unterschied zu 111 
Liechtensteins integrationspolitisches Regimegeflecht 265Hoffmann 1982, 33. 266Wallace 1983. 267Schneider/Werle 1989, 417. 268Breckinridge 1997. 
Abbildung 5.1: Liechtensteins integrationspolitisches Regimegeflecht SchweizLiechten- steinNorwegen 
und Island Europäische Union EFTAEWR
        

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