DIE LIECHTENSTEINISCHEN UND SCHWEIZERISCHEN 
RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN IM VERGLEICH 
    
KONSOLIDIERTE 
RECHNUNGSLEGUNG 
Konsolidierungspflicht 
Gemäss RRG besteht die Konsolidierungspflicht für alle ju- 
ristischen Personen, die eine andere Organisation direkt 
oder indirekt beherrschen («Controb-Prinzip). Die Rech- 
nungslegungsvorschriften des PGR gehen ebenfalls vom 
«Controb-Prinzip aus, verpflichten jedoch nicht alle juristi- 
schen Personen, sondern lediglich AG's, GmbH's und Kom- 
mandit-AG's, dafür aber zusátzlich noch Kommandit- und 
Kollektivgesellschaften, sofern alle ihre unbeschränkt haf- 
tenden Teilhaber die Rechtsform einer AG, GmbH oder 
Kommandit-AG haben, zur Erstellung einer Konzern- 
rechnung. 
Nach den Bestimmungen des RRG besteht die 
Konsolidierungspflicht unabhängig von der Grösse des 
Konzerns. Die zukünftige schweizerische Regelung geht 
damit weiter als die neuen Vorschriften des PGR, die eine 
Konzernrechnungslegungspflicht nur für grosse Konzerne 
vorsehen. 
Im PGR, nicht aber im RRG vorgesehen ist dar- 
über hinaus — unter bestimmten Voraussetzungen — die 
Befreiung von Holdinggesellschaften von der Konsolidie- 
rungspflicht. E 
Im RRG wie auch im PGR vorgesehen ist die Be- 
freiung von Zwischengesellschaften (Subholdings bzw. Teil- 
konzernen) von der Konsolidierungspflicht. Die Befreiungs- 
voraussetzungen sind vergleichbar. Ein Unterschied besteht 
lediglich bei Zwischengesellschaften, deren Muttergesell- 
schaften mehr als neunzig Prozent des Kapitals oder der 
Stimmen der Zwischengesellschaften besitzen. Nach den 
Vorschriften des PGR haben alle Minderheitsaktionáre der 
Zwischengesellschaft der Befreiung zuzustimmen; das RRG 
sieht im geschilderten Fall (die Minderheitsaktionàáre halten 
weniger als zehn Prozent des Kapitals oder der Stimmen der 
Zwischengesellschaft) zwingend die Befreiung von der Kon- 
solidierungspflicht vor. 
 
        

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