Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/369/
Ausblick sind und die FL aus einer reinen Protesthaltung heraus wählen. Es wäre daher nicht mit einer starken Abwanderung zu rechnen. Bei der VU und der FBPL könnte dagegen der rechte Wählerrand abbröckeln. Je nach Mandatsverteilung würden sich in der Folge im Hinblick auf die Regie­ rungsbildung neue Koalitionsfragen stellen. Und da der Landesfürst die Regierung auf Vorschlag des Landtags ernennt, fragt es sich auch, wel­ chen Niederschlag die Auseinandersetzungen um die liechtensteinische Verfassung im Jahr 2000 allenfalls auf das Verhalten des Fürsten haben könnte. 6.2.2 Weitere Forschungsfragen Viele Aspekte des Wahlverhaltens und der Wahlmotive in Liechtenstein wurden in dieser Studie zum ersten Mal behandelt. Auf jeden Fall han­ delt es sich um die erste empirische Datenerhebung und -analyse, die sich an den in der internationalen Wahlforschung etablierten Standards orien­ tiert. Viele Fragen konnten daher nur unter Vorbehalten beantwortet werden, da für zuverlässigere Ergebnisse die Bestätigung aus nachfolgen­ den Datenerhebungen notwendig ist. Daher wäre es sehr zu begrüssen, wenn die Wahlanalyse 1997 der Beginn einer längeren Reihe von Be­ fragungen im Umfeld von Landtagswahlen wäre. Auf diese Weise könn­ ten nicht nur Ergebnisse aus der empirischen Analyse der Landtagswah­ len 1997 bestätigt oder allenfalls korrigiert werden, sondern es konnten auch die Veränderungen in einer Zeitreihe dokumentiert, analysiert und kommentiert werden. Aber auch unabhängig von empirischem Datenmaterial, das sich aus Umfragen ergibt, sind noch viele wissenschaftliche Fragestellungen unbeantwortet oder würden eine vertiefte Untersuchung verdienen. Manche Aspekte konnten im Rahmen der vorliegenden Arbeit nur ge­ streift werden. Einige retrospektive und prospektive Forschungsfragen werden hier noch zum Abschluss aufgelistet. Parteien Die liechtensteinische Parteiengeschichte ist nur bis zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gründlich aufgearbeitet. Dabei überwiegen Arbeiten aus his­ torischem Blickwinkel. Ausführliche politikwissenschaftliche Arbeiten, 369
        

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