Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/358/
Empirische Analysen schicdencn Generationen angeben. Die Älteren sind in einer Zeit aufge­ wachsen, in der die Frauen noch keine politischen Rechte hatten und generell noch ein konservatives Rollenverständnis vorherrschte, wäh­ rend bei den jüngeren Generationen die Frauen einen anderen gesell­ schaftlichen Platz einnehmen. Die Umfragen widerlegen jedoch diese Annahme. In der Nachwahlbefragung zeigt sich kein Zusammenhang zwischen dem Alter und dem geschlechtcrorientiertcn Wahlverhalten (Cramer's V = 0.09 n.s.). Die Fraucnwahlumfrage bestätigt das Resultat der Nachwahlbefragung (Cramer's V = 0.11 n.s.). Wir verzichten aus die­ sem Grund auf die tabellarische Darstellung. Auffällig ist aber doch bei den Umfragen, dass die stärkste Unterstüt­ zung für die Frauen übereinstimmend in beiden Umfragen in der Alters­ klasse von 40-49 Jahren angezeigt wird. Wir können mit den verfügba­ ren Daten keinen Nachweis führen, dass diese Übereinstimmung mehr als zufällig ist. Es wäre aber durchaus denkbar, dass die mittleren Gene­ rationen aufgrund ihres Engagements für das Fraucnstimmrecht und eine bessere Stellung der Frau in der Gesellschaft besonders sensibilisiert sind für die bewusste Unterstützung von Frauen, während dies aus unterschiedlichen Gründen für die älteren und jüngeren Generationen nicht im gleichen Ausmass zutrifft. Bildungsspezifisches Frauenivablverkalten Wir gehen davon aus, dass Wählerinnen mit höherer Ausbildung gegen­ über Frauen in der Politik eher aufgeschlossen sind als Wählerinnen mit weniger guter Ausbildung. In der ersten Nachwahlbefragung zeigt sich jedoch nur eine schwache Signifikanz in der Assoziation zwischen dem Bildungsniveau und der Bevorzugung von Frauen bei den Wahlen (Cramer's V = 0.08 *).543 In der Frauenwahlumfrage zeigt sich überhaupt kein Zusammenhang. Auch hier verzichten wir auf die tabellarische Dar­ stellung. Die Hypothese, dass steigendes Bildungsniveau und zuneh­ mende Bevorzugung von Frauen bei den Wahlen zusammenhängen, wird daher verworfen. 543 Basis ist die dreigliedrige Klassifizierung der Bildungsstufen. Cramer's V = 0.08 *. 358
        

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