Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/336/
Empirische Analysen Marketing-Mix aller Parteien zu analysieren und deren Einfluss auf langfristige Parteibindungen und kurzfristige Unterstützungen zu untersuchen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit kann der Aspekt des politischen Marketings nur kurz gestreift werden. Nachdem das Image der Regierungschef-Kandidaten bereits im vorhergehenden Kapitel abgehandelt wurde und in anderen Kapiteln auch vereinzelt andere Mar­ ketingaspekte angeschnitten wurden, wird in diesem Kapitel lediglich umfragegestützt die Bewertung der Wahlkampfinstrumente der Parteien durch die eigenen Wählerinnen sowie die persönliche Kontaktaufnahme durch die Parteien unter die Lupe genommen. 5.10.1 Beurteilung der Wablkampfmittel Eine eigentliche Analyse der Wahlkampfmittel und -auftritte der Par­ teien wäre wünschenswert, würde aber eine separate Studie erforderlich machen. Es ist methodisch fragwürdig, aus Individualdaten einer Um­ frage diesbezüglich gesicherte Erkenntnisse zu erwarten. Letztlich könnten nur experimentelle Analysen fundierte Ergebnisse liefern, wobei sich aber neue methodische Probleme stellen. Ein experimenteller Zugang konnte mittels Akzeptanz- und Wirkungstests von Wahlkampf­ mitteln (Inserate, Plakate, Werbeschriften u.a.) gewonnen werden. Dabei stellt sich jedoch das Problem, dass unterschiedliche Prädispositionen (ideologische, parteipolitische usw.) zu einer Verfälschung der Ergeb­ nisse führen können. Eine umfragegestützte Untersuchung der Wirkung von Wahlkampf­ kommunikation weist andere Limiten auf. Man kann das Mediennut­ zungsverhalten erfragen, eine Inhaltsanalyse der Medien vornehmen und dann versuchen, daraus Wirkungen auf den Wahlentscheid abzuleiten. Eine Quantifizierung der Wirkung wird dabei aber problematisch blei­ ben. Der Wahlentscheid wird nicht allein durch die Wahlkampfkommu­ nikation beeinflusst, sondern durch eine Vielzahl weiterer Faktoren. Es wird sogar schwierig sein, eine logische Kausalkette schematisch zu for­ mulieren. Wählt jemand Partei A, weil er vor allem Zeitung X liest und durch die inhaltliche Ausrichtung dieser Zeitung in seinem Wahlent­ scheid beeinflusst wird? Oder liest jemand Zeitung X, weil sie am ehe­ sten mit seiner politischen Orientierung übereinstimmt? 336
        

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