Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/317/
Volatilität: Wie stabil ist das Wahlverhalten f Tab. 112: Logistische Regression politischer Integrationsvariablen auf das Wechselwahlverhalten (R und Pseudo-R2) Variable R Interesse an der Politik 0.00 n.s. Wahlverhahen der Verwandtschaft 0.06 * Parteiidemifikation 
0.17 »* Pseudo-R* 
0.06 Pseudo-R2 (angepasst) 0.05 Erklärungskraft für die Volatilität. Den höchsten Erklärungswert weist die Parteiidentifikation auf. Insgesamt verbessert sich die Vorhersage­ genauigkeit aber nur um 5 Prozent (Tab. 112). Wir haben mit diesen Berechnungen nicht mehr nachweisen können, als dass Wählerinnen mit einer Parteiidentifikation eher stabil wählen - nämlich die Partei, wel­ cher sie sich verbunden fühlen während Wählerinnen ohne Partei­ identifikation im Wahlentscheid offener, da ungebundener sind. Wechselwahlverhalten aus Protest Nach der Analyse der Volatilität nach soziodemografischen Merkmalen und dem Grad der politischen Integration untersuchen wir, ob Volatilität und Protesthaltung, gemessen an Einstellungen zur Demokratie und wirt­ schaftlichen Situation, einen Zusammenhang aufweisen. Wer mit der Demokratie zufrieden ist und auch positive wirtschafdiche Perspektiven sieht, dürfte eigentlich weniger Grund haben, sein Wahlverhalten zu än­ dern und eine andere Partei zu wählen als jemand, der eher unzufrieden ist. Die bivariaten Zusammenhänge sind aber bei den meisten Variablen überhaupt nicht vorhanden oder - im Falle einer einzigen Variablen - eher schwach (Cramer's V = 0.14**). Es handelt sich dabei um die Frage, ob sich die Politiker um das Volk kümmern (Tab. 113). Wer Vertrauen in die Politiker hat, hat in 91,7 Prozent der Fälle die gleiche Partei gewählt. Wer meint, dass das den Politikern egal ist, hat in 84,0 Prozent der Fälle die gleiche Partei gewählt. Bei den Unentschiedenen waren es 80,2 Pro­ zent. Vertrauen in die Politiker und stabiles Wahlverhalten zeigen somit eine Assoziation. Dadurch, dass sich bei allen anderen Variablen keine Assoziationen zeigen - weder bezüglich der Einstellung zur Demokratie 317
        

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