Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/307/
Volatilität: Wie stabil ist das Wahlverhalten? Abb. 34: Anteil veränderter Stimmzettel bei den Landtagswahlen 1974-1997 (Aggregatdaten; in %) 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 1974 1978 1982 I9S6 1989 1993a 1993b 1997 Die Ursache für den Bruch zwischen 1982 und 1986 dürfte die Einfüh­ rung des Frauenstimmrechtes 1984 sowie die erstmalige Kandidatur der FL gewesen sein. Viele (konservative) Parteitreue, die sonst ihre Stimm­ zettel nicht verändert haben, haben vermutlich eine oder mehrere Frauen auf den Stimmzetteln gestrichen, sodass der Anteil der veränderten Lis­ ten zugenommen hat. Hinzu kommt, dass die Kandidatur der FL sicher dazu geführt hat, dass Wählerinnen der VU und der FBPL Sympathie­ stimmen an die FL verteilt haben, die sie an die gegnerische Volkspartei nicht verschenkt hätten. Möglicherweise haben auch die Frauen ein an­ deres Wahlverhalten an den Tag gelegt als die Männer oder die Entwick­ lung zu einem weniger engstirnig parteitreuen Wahlverhalten begünstigt. Die Mandatszahlerhöhung von 15 auf 25 Abgeordnete im Jahr 1988 hat dagegen keine Spuren hinterlassen. Anteil Sympathiestimmen Ein veränderter Stimmzettel bedeutet aber bekanntlich noch keinen Stimmenverlust, solange nicht Sympathiestimmen verteilt werden. Die Zunahme des Anteils veränderter Listen können wir daher vorläufig erst als Indiz dafür nehmen, dass Stimmzettel der Parteien mit der Zeit weni­ ger sakrosankt behandelt werden. Wie aber sieht es mit den Stimmenver­ lusten aus? Aus den Aggregatdaten lässt sich herauslesen, dass zwischen 1974 und 1997 eine Zunahme des Stimmenverlustes aller Parteien von 307
        

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