Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/138/
3. Wahltheorien und Hypothesen 3.1 Bestehende Wahltheorien Die Entscheidung der Wählerinnen wird geprägt von verschiedenen Determinanten, deren Einfluss auf den Wahlentscheid mehr oder weni­ ger gross sein kann:325 - Strukturelle Determinanten: Gesellschaftsstruktur, politisches Sys­ tem, Struktur der Öffentlichkeit, Medienlandschaft, soziale Veranke­ rung der Wählerinnen, Milieus, gesellschaftliche Organisationen usw. - Persönlichkeitsfaktoren: Im Verlauf der Sozialisation erworbene Eigenschaften, Normen, Verhaltensweisen, politische Kultur, Wert­ orientierungen, Parteiidentifikation usw. - Politisch-situative Faktoren: Bedingungen des Parteienwettbewerbs, Parteien und Kandidatinnen, Meinungsklima, Koalitionsperspektiven usw. - Politisch-konjunkturelle Einflüsse: innen- und aussenpolitische Lage, wirtschaftliche Erwartungen, Sachfragen (Issues), Wahlkampf usw. Die Leitfrage der Wahlforschung, wer weshalb welche Partei wählt, ist damit nicht beantwortet. Es ist nicht nur offen, welcher Einflussgrösse eine dominante Bedeutung beizumessen ist bzw. welche Determinanten entscheidender sind als andere, sondern es ist auch zu klären, in welcher kausalen Ordnung die Determinanten zueinander stehen. Je nachdem wie die Antwort auf diese Fragen lautet, können verschiedene Modelle entwickelt werden, die sich zu theoretischen Gerüsten verdichten. In der politikwissenschaftlichen Wahlforschung sind im Verlauf der letzten 50 Jahre mehrere Theorien entwickelt worden, die den Anspruch haben, das Wahlverhalten der Wählerinnen erklären oder wenigstens 325 Scbultze 1991: 11. 138
        

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