Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/133/
Medien und Wahlbeeinflussung Stellung in den eigenen Zeitungen. Aus diesem Grund können die Wahl- chancen der Parteien durchaus beeinträchtigt werden, wenn sie im Bereich der Printmedien Nachteile aufweisen. Daher lohnt sich ein Blick auf die Kräfteverhältnisse auf dem Medienmarkt. Kräfteverhältnis auf dem Medienmarkt Wenn wir davon ausgehen, dass die Politikvermittlung via Medien eine wichtige Rolle spielt, wird die Reichweite der parteidominierten Medien und deren Akzeptanz zu einer Variablen in der Beeinflussung des Wahl­ verhaltens. Es ist nicht möglich, die Einflussgrösse der Landeszeitungen auf das Wahlverhalten genau zu bestimmen. Dies würde exakte experi­ mentelle Versuchsanordnungen bedingen, wobei dabei eine künstliche, wahrheitsverfälschende Situation entstehen würde. Darüberhinaus wäre es selbst dann unmöglich, angesichts der Komplexität der Wahrneh­ mungsmuster und der Vielfalt weiterer Einflussgrössen die Bedeutung der parteiorientierten Printmedien auf das Wahlverhalten exakt zu erfas­ sen. Mit Hinweisen auf die Reichweite der Zeitungen und deren Ein­ schätzung in der Leserschaft kann aber doch gewagt werden, tenden­ zielle Vorteile oder Nachteile der Parteien zu umreissen. Die FL ist schnell abgehandelt. Sie verfügt nicht über eine eigene Tageszeitung. Ihre FL-Zeitung erscheint unregelmässig, vor Wahlen häufiger als ausserhalb von Wahlzeiten. Die FL-Zeitung ist in Wahlzei­ ten aber den Werbesendungen der anderen Parteien gleichzusetzen, in welchen auf Wahlprogramme, Kandidatinnen, Leistungen der Vergan­ genheit u.ä. hingewiesen wird. Die FL weist somit gegenüber der VU und FBPL ein wesentliches Defizit auf, da sie nicht mit den Mitteln einer Tageszeitung penetrant auf ihre Anliegen hinweisen und die gegnerische Politik kritisieren kann. Die VU und die FBPL dagegen kontrollieren je eine Tageszeitung. Wie sieht deren Verbreitung und Akzeptanz aus? Die jüngste diesbezügliche Erhebung wurde 1998 vom Meinungsforschungsinstitut Demoscope im Auftrag des Liechtensteiner Vaterlandes durchgeführt.317 In dieser 317 Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden am 5. Dezember 1998 im Liechtensteiner Vater­ land veröffentlicht. Obwohl der Auftrag von einer direkt involvierten Zeitung stammt, können die Ergebnisse als zuverlässig angesehen werden, da ein professionelles Mei­ nungsforschungsinstitut beigezogen wurde. 133
        

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