Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
30
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000134991/101/
1 Parteien und Parteiensystem Tab. 4: Stimmenanteil und Mandatsanteil der Parteien bei den Land­ tagswahlen 1997 und Disproportion 1997 bzw. 1986-1997 VU FBPL FL Stimmenanteil 1997 49.23 % 39.20 % 11.57% Mandatsanteil 1997 52.00 % 40.00 % 8.00 % Disproportion 1997 + 2.77 % + 0.80 % - 3.57 % Disproportion 1986-1997 + 2.24 % + 3.41 % - 5.02 % sei von 18 Prozent eingeführt. Die beiden etablierten Parteien hatten dadurch ein wirksames Instrument gegen zusätzliche Parteien geschaf­ fen. Die Sperrklausel wurde zwar bis in die Gegenwart schrittweise ent­ schärft, trotzdem stellt das Erfordernis, landesweit 8 Prozent der abge­ gebenen gültigen Stimmen zu erreichen, nach wie vor ein grosses Hin­ dernis dar. Viele Parteien in anderen Demokratien wären unter diesen Umständen nicht in ihren nationalen Parlamenten vertreten. Die Mandatsverteilung begünstigt in der Regel ohnehin die grösseren Parteien. Die Sperrklausel ist dabei ein Extremfall der disproportionalen Vertretung von Parteien in den Parlamenten (Tab. 4). Bei den Landtagswahlen 1997 war denn auch die FL die einzige Partei, die mandatsmässig unter ihrem Wahlergebnis blieb. Die Unter­ vertretung der FL im Landtag ist jedoch in der gesamten Zeit ihrer Kandidaturen noch höher, da die FL bei den Landtagswahlen 1986 und 1989 an der Sperrklausel scheiterte. Wahlbeteiligung Liechtenstein weist generell eine sehr hohe Wahlbeteiligung bei den Landtagswahlen auf. Dadurch ist die Möglichkeit, neue Wählerschichten zu mobilisieren, eingeschränkt.229 Eine neue Partei muss Wählerinnen von anderen Parteien dazugewinnen, um bei Landtagswahlen erfolg­ reich zu sein. 229 Vgl. Raschke 1978: 21. 101
        

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