Untersuchung und Weiterentwicklung der einzelnen Elemente Bemerkt sei in diesem Zusammenhang aber auch, dass der Staatsge­ richtshof selbst nach der Ratifikation der EMRK am 8. September 1982 noch vereinzelt in herkömmlicher Weise die Beschwerdelegitimation prüfte, bevor er auf die EMRK einging.253 In zwei Fällen kam der Staatsgerichtshof nicht einmal auf die EMRK-Bestimmungen zu spre­ chen; er prüfte nur, ob Gegenrecht geübt wurde:254 StGH 1982/35255 StGH 1984/13:256 Da gemäss Art. 31 Abs. 3 LV «die Rechte der Ausländer durch Staatsverträge und in Ermangelung solcher durch Gegenrecht bestimmt werden, ein besonderer Staatsvertrag betref­ fend die Gleichbehandlung von Liechtensteinern und Schweizern nicht besteht, in konstanter Praxis in der Schweiz auch Ausländer sich auf den Gleichheitsgrundsatz von Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. 5. 1874 (SR 101) berufen können, besteht zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz in diesem Bereich Gegenrecht und ist ein Schweizer vor dem Staatsgerichtshof zur Beschwerde wegen willkürlicher Verletzung des Gleichheitsgrund­ satzes legitimiert.»257 B. Träger des in Art. 33 Abs. 1 LV enthaltenen Grundrechts a. Natürliche und juristische Personen des In- und Auslandes Mit «niemand» in Art. 33 Abs. 1 LV ist der persönliche Gewährleis­ tungsbereich,258 d. h. der von der Norm geschützte Personenkreis ange­ 253 Ebenso 
Hangartner, Grundrechte 130 f. FN 3. Z.B.: StGH 1982/65, Entscheidung vom 9. Februar 1983 (LES 1984 1 ff.), und StGH 1983/4, Entscheidung vom 15. Sep­ tember 1983 (LES 1984 33 f.); vgl. auch StGH 1985/1, Urteil vom 8. April 1986 (LES 1986 108 ff., 110). 2M Vgl. 
Hangartner 230 f. FN 3. 255 Urteil des StGH vom 15. Oktober 1982 (LES 1983 105 f.). 2* Urteil des StGH vom 24. Mai'l985 (LES 1985 108 ff.). 257 StGH 1984/13 (LES 1985 108 f.). 258 Im Gegensatz zu den anderen Elementen, die den sachlichen Gewährleistungsbe­ reich betreffen. 121
        

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