bronzezeit? ist der Beginn der Siedlungstátigkeit auf 
dem Borscht zu fassen, die bis in die mittlere Bronze- 
zeit andauerte.* Ab der mittleren Bronzezeit wurde 
auch der Malanser bewohnt. In der Spätbronzezeit” 
waren Schneller, Malanser und Lutzengüetle gleich- 
zeitig besiedelt. Hingegen sind auf dem Borscht nur 
wenig Funde aus dieser Zeit vorhanden. 
Die Konstruktionen der Bauten sind in unserem Ge- 
biet bei weitem nicht so gut erforscht wie jene in den 
Seeufersiedlungen oder im nahen Graubünden, 
denn die Reste der Bauten sind ausgesprochen spár- 
lich. Da aber die archáologischen Funde aus unseren 
Siedlungen intensive Beziehungen zu den umliegen- 
den Gebieten belegen, kann man von áhnlichen Ent- 
wicklungen und der Verwendung gleicher Bautech- 
niken ausgehen. 
Im frühbronzezeitlichen Dorf auf dem Borscht etwa 
lässt sich nur ein Bau erahnen: Fünf Pfostenlócher 
können zu einem Gebäude mit trapezoidem Grund- 
riss verbunden werden; im Hausinnern lag eine 
Abb. 5: Der Eschnerberg von Westen gesehen. 
Herdstelle. An weiteren Siedlungsspuren sind einzel- 
ne Pfostenlócher und Herdstellen dokumentiert, die 
Indizien sind aber für fundierte Aussagen zu Stand- 
ort, Grósse und Aussehen der Háuser viel zu gering. 
Eine Holzkohleschicht deutet auf die Zerstórung der 
Siedlung durch Brand hin. Der Schutz des Dorfes 
durch eine Wallanlage ist für diese Zeit nicht ge- 
sichert.“ 
Auf dem Malanser und auf dem Schneller sind nur 
Gruben und einfache Kulturschichten als Siedlungs- 
hinweise vorhanden. Es fehlen eindeutige Strukturen 
in Form von Hüttengrundrissen oder Herdstellen. 
Eisenzeit (800-15 v. Chr.) 
In dieser Periode eroberte sich ein neues Metall sei- 
nen Platz — das Eisen. Es ersetzte vor allem bei den 
Waffen und bei den Werkzeugen die Bronze. 
Während der Eisenzeit wurden verschiedene Neue- 
rungen in unser Gebiet eingeführt - man begann, 
Keramik auf der Tópferscheibe zu fertigen, Münzen 
  
Bauliches Erbe 
 
        

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