Ulrike Mayr Die ältesten Belege menschlicher Präsenz im Gebiet 
Das Haus, in dem wir wohnen — des heutigen Fürstentums Liechtenstein datieren in 
Siedlungsgeschichte von der Jungsteinzeit die mittlere Jungsteinzeit (Mitte 5. Jahrtausend 
bis zum frühen Mittelalter im Raum v. Chr.). Wie Fundobjekte beweisen, war die Region 
Liechtenstein seit jener Zeit ununterbrochen besiedelt. 
In unserem Raum sind Siedlungsspuren in Form von 
Hausgrundrissen, Abfallgruben, Herdstellen usw. 
ausser in der römischen Epoche jeoch nur sehr spär- 
lich vorhanden. Um die Entwicklung von Hausfor- 
men, Bautechnik und Siedlungsstrukturen in Liech- 
tenstein darzustellen, ist es unumgänglich auf zeitlich 
parallele, gut dokumentierte Beispiele aus der Regi- 
on zurückzugreifen. 
Einleitung 
Gebäude nehmen eine wichtige Funktion im Leben 
der Menschen ein. Sie bieten ihren Bewohnern und 
deren Haustieren Schutz vor der Unbill der Natur, vor 
Raubtieren und, bei entsprechender Bauweise, vor 
Feinden. Sie erleichtern die Aufbewahrung der Nah- 
rungsmittel und die Speisezubereitung. 
Die Herdstelle bildete bis in die Gegenwart den Mit- 
telpunkt des Hauses. Auf ihr wurde gekocht und sie 
spendete zusätzlich Licht und Wärme. Anfangs lag 
sie direkt auf dem Fussboden. In späterer Zeit wurde 
sie ummauert. Um das Innere des Hauses vor Rauch 
zu schützen, kamen als Neuerungen Kamin und 
Abzug dazu. Die Entwicklung des Ofens führte 
schliesslich zur Trennung zwischen Kochstelle und 
Wármequelle.' 
Der ackerbautreibende Bauer benótigt Scheunen, 
um seine Ernte einzulagern. Ställe helfen, die Haus- 
tiere über die strenge Jahreszeit zu bringen. Hand- 
Bauliches Erbe 
 
        

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