Abb. 2: Luftbild von Schaan um 1946. Quelle: Veränderungen 
im liechtensteinischen Landschaftsraum. Regierung des 
Fürstentums Liechtenstein. Vaduz, 1988. 
quent einbezogen wurde. Dieses selbst heute noch 
nicht überall akzeptierte Vorgehen gelang dank der 
Weitsicht einzelner Persönlichkeiten auf Landes- und 
Gemeindeebene und durch geschickte Nutzung 
rechtlicher, finanzieller und organisatorischer Mög- 
lichkeiten. 
Der erste liechtensteinische Architekturwettbewerb 
mit Beteiligung namhafter ausländischer Fachleute 
wurde 1962 für den Neubau der Pfarrkirche in Schel- 
lenberg durchgeführt. Den Wettbewerb gewann der 
Schweizer Architekt Eduard Ladner. Dieses Wettbe- 
werbsverfahren und der Neubau der Pfarrkirche 
waren nicht nur für die kleine Gemeinde, sondern für 
das gesamte Land ein wichtiger Meilenstein. Der Kir- 
chenneubau wurde zu einem der Marksteine moder- 
ner liechtensteinischer Architektur, der weit über die 
Region hinaus wirkte. Das Kirchengebäude steht seit 
1992 unter Denkmalschutz und bildet zusammen 
mit dem 1977 realisierten Dorfzentrum das religiöse, 
kulturelle und soziale Herz der Gemeinde Schellen- 
berg. 
Diesem Beispiel folgten in den kommenden Jahren 
  
Abb. 3: Luftbild von Schaan um 1979. Quelle: Veränderungen 
im liechtensteinischen Landschaftsraum. Regierung des 
Fürstentums Liechtenstein. Vaduz, 1988. 
weitere europäische Architekturwettbewerbe. Der 
Staat war hierbei nicht an eine spezielle Vergabege- 
setzgebung gebunden, sondern handelte aus kultur- 
und architekturpolitischer Überzeugung. Bei allen 
grösseren Projekten wurden daher immer besonders 
ausgewiesene Fachleute aus dem nahen oder fernen 
Ausland eingeladen. Die Gemeinden waren in dieses 
Wettbewerbssystem bis 1978 auf freiwilliger Basis 
eingebunden, wobei das Hochbauamt wichtige Hil- 
festellung leistete. Nach 1978 waren die Gemeinden 
aufgrund des Subventionsrechts verpflichtet, Wett- 
Abb. 4: Das Preisgericht des Wettbewerbs zur Renovation und 
Erweiterung des Landesmuseums bei der Begutachtung der Pro- 
jekte. Aufnahme: Heinz Preute. 
  
Modernes Bauen 
 
        

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