Ausführung vergeben, die man kannte und von 
denen man annahm, dass sie die Aufgabe be- 
herrschten. Anhand dieser meist einfachen «Wald- 
und Wiesen»-Bauten erfuhr die öffentliche Hand in 
den 1950er und 1960er Jahren einen Lernprozess. Es 
setzte sich sukzessive die Auffassung durch, dass der 
öffentliche Bau nicht irgendein Bauwerk an irgendei- 
nem Ort ist, sondern dass er vielmehr — wie in frühe- 
ren Jahrhunderten — durch sorgfältig ausgewählten 
Standort und durch hohe Architekturqualitát seine 
Bedeutung im gesellschaftlichen und kulturellen 
Leben der Gemeinde und des Staates widerspiegeln 
sollte. Die Durchführung von Architekturwettbewer- 
ben erwies sich aus fachlicher und vergabepolitischer 
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Sicht als das geeignete Mittel, eine hohe Qualität der 
Bauten und Anlagen zu erreichen. Früh setzte sich 
die Erkenntnis durch, dass der Architekturwettbe- 
werb über die Landesgrenzen hinaus wirken sollte, 
um mit der Einladung international bekannter aus- 
ländischer Fachleute einer Philosophie hochstehen- 
der Architektur entsprechen zu können. Auch die für 
die Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten bestellten 
Preisgerichte hatten diesem internationalen und 
qualitativen Anspruch zu genügen. Es war in den 
1960er Jahren und auch in späteren Jahrzehnten 
keineswegs selbstverständlich, dass das internationa- 
le Architekturgeschehen auf Landesebene und ab 
1970 grösstenteils auch auf Gemeindeebene konse- 
Abb. 1: Pfarrkirche Schellenberg. Aufnahme Michael Pattyn, Schellenberg 1991. 
  
Neuere Architekturwettbewerbe 
  
 
        

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