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springen, hält sie niedrig und vermeidet jeden 
störenden Dachaufbau. Es ist bemerkenswert, dass 
ein noch junger Architekt mit dieser Reform abseits 
und in aller Stille schon vor Jahren begann.» So habe 
Erwin Hinderer in einem Brief an die Redaktion 
geäussert, dass für ihn eine ästhetisch befriedigende 
Hangbebauung nur durch ruhige Dächer erreicht 
werden könne. Darum kommt die Stuttgarter Zeit- 
schrift zum Schluss, Hinderer habe sich als Vertreter 
der Stuttgarter Schule deren Komponenten, wofür 
Paul Bonatz und Paul Schmitthenner stünden, zu- 
nutze gemacht, sei aber zugleich ein Mann, «der das 
Gelernte selbstándig weiterzuentwickeln wusste.»*? 
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Das Rathaus Vaduz 
Wáhrend Hinderer im Auftrag eines gewissen Frie- 
drich Bock in Schaan das topmoderne Ramco-Fab- 
rikgebáude zur Herstellung von Kunstzáhnen baute, 
betrat ein weiterer Architekt das Bauparkett im Fürs- 
tentum: Franz Josef Róckle. Der gebürtige Vaduzer 
hatte den umgekehrten Weg wie Sommerlad be- 
schritten. Róckle war 1898 als 19-jáhriger Student 
nach Deutschland ausgewandert und arbeitete be- 
reits 24-jáhrig als selbststándiger Architekt. Seit 1910 
baute er erfolgreich in Stuttgart und Frankfurt am 
Main und wurde 1913 deutscher Staatsbürger. Róck- 
le diente als «Reichsdeutscher Soldat» und Leutnant 
Abb. 16: Rathaus Vaduz, Baujahr 1932/1933, Architekt Franz Róckle, Bauherrschaft Gemeinde Vaduz, 1984 renoviert. 
Neues Bauen 
  
  
  
 
        

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