Abb. 14: «Waldhotel Liechtensteiner Hof». Ansicht von der Fürst-Johannes-Strasse aus, Architekt Gustav Ludwig, Bauleitung Erwin Hinde- 
rer, 1931/32 (Foto: Hochbauamt/Denkmalpflege). 
den Hotelbauten in den Bergregionen der Zwi- 
schenkriegszeit. Solche Gebäude strandeten damals 
wie elegante «Dampfer» in den Alpenländern. Sie 
gerieten zur Mischung aus Landschaftsehrfurcht, 
städtischem Komfort und der Interpretation des 
Alpenprospekts. Die Hotels korrespondierten mit der 
Topografie und legten dem Gast ein Panorama zu 
Füssen wie das «Valmartello» von Gio Ponti in Para- 
diso del Cevedale von 1936. Die Häuser machten 
mit jedem Schritt in die Höhe eine Anpassungslei- 
stung und beherrschten doch die Natur — das Hotel 
Seegrube von Franz Baumann in Innsbruck aus den 
Jahren 1927/1928 ist ein Beispiel dafür. Die Hotels 
zähmten einen Naturpark und fingen das Licht ein 
wie das Kurhotel Monte Veritä von Emil Fahrenkamp 
in Arosa (1926-1928). Wolfgang Kos, der óster- 
reichische Kulturpublizist, beschreibt die Zwi- 
schenkriegszeit als eine seltene Phase, in der es für 
den Aussenseiter der Architekturgeschichte, für das 
Hotel, zu einer «spürbaren Synchronizitát zwischen 
Architektur-Avantgarde und Hotelbau» kam.” Vor 
dem entstellenden Umbau, der lieblosen Erweite- 
rung oder gar der Ignoranz des Abrisses, waren sol- 
che Bauten spáter allerdings auch nicht immer gefeit. 
Zwar war der «Liechtensteiner Hof» im strengen 
Sinn kein Alpen-, sondern ein Waldhotel. Sein for- 
Bauten des Tourismus 
 
        

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