3,5 Millionen Franken. In der Rentabilitätsrechnung 
wurde der Preis für die Bergfahrt mit acht Franken, 
jener für die Talfahrt mit nur vier Franken veran- 
schlagt. Zur Begründung auch dieses Bahnbaus wird 
die «landschaftliche Balkonlage» der Drei-Schwes- 
tern-Kette als ein «unvergleichlicher Glanzpunkt der 
Alpenwelt» herangezogen. Das liechtensteinische 
Panorama aus «Superlativen» sei in einer Autoko- 
lonne einfach nicht zu erleben. «Zur Bedeutung der 
Seilbahn im regionalen Fremdenverkehr» wurde die 
Meinung Dr. F. Baldaufs aus Innsbruck eingeholt, der 
euphorisch von der kleinráumlichen als auch ge- 
samtwirtschaftlichen Bedeutung einer Bahn sprach. 
Dieses Bahnprojekt schien zwar im Vergleich zu 
jenen von Gaflei realistischer, aber auch in Schaan- 
wald sollte die erste Seilschwebebahn Liechtensteins 
nicht verwirklicht werden. Sámtliche Projekte kamen 
über die Gründungsphase nicht hinaus. Aus diesem 
Grund sind auch aus der Architekturgeschichte kaum 
nennenswerte Entwürfe zu Liechtensteiner Stations- 
bauten überliefert. 
Ein erstes Haus am Platz und eine Herberge 
Die Hotelszenerie in Liechtenstein ist überschaubar 
und abgesehen von den beschriebenen Alpenkur- 
háusern von ein paar wenigen «Typen» bestimmt. 
Die traditionellen Landgasthófe haben, mit üblichen 
Umbauten und Erweiterungen, wechselnde Wirte- 
generationen überdauert. So findet sich nicht nur 
einmal jener Fall, wie ihn das Hotel Post in Triesen 
darstellt. Das alte Landgasthaus wurde in den Jahren 
des Wirtschaftsaufschwungs um einen flach gedeck- 
ten, balkonumsáumten modernen Anbau 1958 (Ar- 
chitekt Oskar Bühler) erweitert. Das Hotel Falknis in 
  
Abb. 13: Hotel Falknis in Vaduz. Erweiterung: Architekt Ernst 
Sommerlad, 1973 (Foto: Hochbauamt/Denkmalpflege). 
Vaduz könnte man ebenso aufzählen — es ist 1973 
von Ernst Sommerlad mit einem Neubau vergrössert 
worden — wie einige andere. Das Hotel Restaurant 
Dux in Schaan steht für einen weiteren Typ. Als klei- 
nes, qualitátsvolles Haus oberhalb der Schaaner Vil- 
len wurde es von Erwin Hinderer 1931 gebaut. Spá- 
ter erlebte das Hotel entstellende Umbauten wie an- 
dere, weitaus weniger gediegene Bauten auch. 
Irgendwann in den 1970er und 1980er Jahren geriet 
so mancher Hotelbau dann gánzlich aus den Fugen, 
verkam zu einer Balkonorgie mit einem mächtigen 
Steildach. Auch jener Typ findet sich in Liechtenstein. 
Dagegen wirkt der Gasthof Löwen in Vaduz, das al- 
teste Hotel des Landes, wie ein hóchst eleganter 
Monolith, der die Zeitlàáufe unbeschadet überdauert 
hat. 
Das «Waldhotel» 
Es gab noch einen weiteren Prototyp des Hotelbaus 
im Fürstentum. Der «Liechtensteiner Hof» in Vaduz 
fand am ehesten den Anschluss an die faszinieren- 
Ein «Balkon voller Bergschónheit» 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.