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Abb. 5: Alpenkurhaus Sücka mit Blick auf Steg (Foto: Hochbauamt/Denkmalpflege). 
tiere. Die schlichten, aus báuerlichen Anwesen ver- 
grósserten Kurháuser hatten zum Teil nur ein Mat- 
ratzenlager. In Sücka und Gaflei hiess es allerdings: 
«Für gute Betten ist besonders Sorge getragen.» Um 
Gäste warb man mit dem «Heilmittel» einfacher 
Natur: «Alpenluft, Alpenmilch und bequeme Gele- 
genheit zu erfrischenden Spaziergángen und Wald- 
aufenthalt.»” Die Reise auf die Alp wurde besonders 
jenen empfohlen, «welche einer Erholung und kór- 
perlichen Stárkung nach den Anstrengungen der 
verschiedenen Lebensberufe bedurftig» waren.” 
Dieser «sanfte Tourismus» in den «Molken- und 
Luftkuranstalten» war wohl auch das Resultat eines 
noch unklaren touristischen Leitbildes in Liechten- 
stein. Andererseits wurde das Angebot aus Rhein- 
blick und jungfráulicher Natur lange Zeit als ausrei- 
chend attraktiv eingeschátzt. Ein Vermarktungskon- 
zept, das bis in die Gegenwart hinein angewandt 
wird. So wirbt der Tourismusprospekt 2000 für Trie- 
senberg mit den Zeilen: «Nirgendwo in Liechtenstein 
ist man dem Berg náher als dort ... geniesst man den 
weiten Blick ins Rheintal und in die Ostschweizer 
Alpen.» 
Die schwierige Nutzungsgeschichte des Alphotels 
Gaflei beweist allerdings auch, dass diese Strategie 
kaum flexibel auf wechselnde Markterfordernisse 
reagieren kann. Trotzdem versuchte man dort um 
1970 den Ansprüchen des modernen Aktiv- und Er- 
lebnisurlaubers entgegenzukommen. Eine grelle, 
orangefarbene Broschüre warb eifrig um Gäste: 
«Mediziner predigen es schon lange: Nur aktive Ent- 
spannung bildet neue Reserven. Das totale Nichtstun 
Bauten des Tourismus 
  
 
        

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