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Michael Pattyn 
Die bauliche Entwicklung des Regierungs- 
viertels im 20. Jahrhundert als Spiegelbild 
von Gesellschaft und Politik 
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Tief greifende Veränderungen im gesellschaftlichen, 
politischen und wirtschaftlichen Bereich prägen das 
Bild Liechtensteins im 20. Jahrhundert. Diese Tat- 
sache wird uns am Beispiel der baulichen Entwick- 
lung des Regierungsviertels von Vaduz vor Augen 
geführt. 
Bis zum Jahr 1862, dem Jahr, in dem das Fürstentum 
Liechtenstein eine konstitutionelle Verfassung und 
damit eine geänderte Form der Volksvertretung und 
Regierung erhielt, bestand der Ortskern von Vaduz 
aus einer Hand voll bäuerlicher, herrschaftlicher und 
kirchlicher Bauten, die sich entlang eines historischen 
Handelswegs, der heutigen Städtlestrasse, aufreih- 
ten. Unser Augenmerk gilt dem südlichen Bereich 
des Ortskerns von Vaduz, in dem sich der Sitz des 
Landtags, der Regierung und ihrer Verwaltung be- 
finden und der heute Regierungsviertel genannt 
wird. 
Die Kernbauten der Liechtensteinischen Verwaltung 
in Vaduz bestehen aus den Bauten des heutigen Lan- 
desmuseums sowie des Verweserhauses. Sie begren- 
zen das Regierungsviertel auf der Nordseite und bil- 
den den Ursprung des frühen Amtsviertels. Da die 
Fürsten von Liechtenstein zunächst in Wien residier- 
ten, wurden für die Verwaltung des Fürstentums 
lange Zeit Landvögte, die so genannten Landesver- 
weser, eingesetzt. Nachdem die Landvögte zunächst 
für viele Jahre vom Palais Liechtenstein des benach- 
barten Feldkirch aus das Land Liechtenstein verwal- 
tet hatten, wurden schliesslich das Gebäude des Lan- 
desmuseums und das Verweserhaus zum Verwal- 
tungssitz in Liechtenstein. Das aus der Zeit um 1500 
stammende Gebäude des Landesmuseums wurde als 
Bauten der Verwaltung 
  
 
        

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