St. Peter und Paul in Mauren 
Für die Pfarrkirche in Mauren wurde 1821 ein Pro- 
jekt von Johann Peter Rheinberger, dem späteren 
Rentmeister des Oberamts, und 1825 ein weiteres 
vom Vorarlberger Strassenbaumeister Ferdinand 
Bachmann ausgearbeitet. «Als das Bachmann'sche 
Projekt an den Fürsten nach Wien gesandt wurde, 
fand man dort, dass die Ausführung zu teuer sei. Es 
wurde daher das fürstliche Bauamt in Wien beauf- 
tragt, ein neues Projekt auszuarbeiten und die Arbeit 
wurde dem fürstlichen Bauinspektor Laurenz Vogl 
übertragen. Von ihm sind folgende Lebensdaten zu 
berichten, die dem fürstlichen Hausarchiv entnom- 
men sind: Er wurde 1803 als Adjunkt in fürstliche 
Dienste aufgenommen, mit dem Standort in Lun- 
denburg, 1813 wird er im Beamtenschematismus als 
Ingenieur des Inspektionsbezirks Lundenburg aufge- 
führt und wurde 1823 zur fürstlichen Baudirektion 
Wien versetzt. Am 1. September 1831 erfolgte seine 
Versetzung nach Steinitz, beim fürstlichen Gute But- 
schowitz in Mähren, wo er am 13. Januar 1840 
starb. Zur Zeit seiner Tätigkeit in Wien war Josef 
Leistler Chef der dortigen fürstlichen Baudirektion 
und dieser und sein Adjunkt Wingelmüller waren es, 
die sonst Pläne für die fürstlichen Bauten anfertigten. 
Vogl war mit der Ausführung der Bauten betraut und 
die Maurer Kirche ist sein einziges schöpferisches 
Werk. 
An den Plänen des Bauinspektors Vogl wurden 
während des Baues einige Änderungen vorgenom- 
men, die allerdings den Gesamteindruck nicht beein- 
trächtigten. Hinzuweisen ist auf die Umstellung des 
Baues um 180 Grad, so dass der Turm nach Norden 
kam, ferner auf Abänderungen der Turmabdeckung, 
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die nicht so glücklich war, wie der Entwurf. Zu er- 
wähnen ist noch, dass im Plane nur ein Seitenaus- 
gang vorgesehen war, ebenso auch nur ein Seiten- 
altar, so dass sich für die Kanzel der Platz ergab, wo 
heute der Herz-Jesu-Seitenaltar steht. Der Eingang in 
die Sakristei wurde durch die Drehung der Kirche 
überflüssig, dafür wurde der Eingang in den Chor 
geschaffen.»“ Für die Kollaudierung des Kirchen- 
baus wurde Kreisingenieur Martin Kink aus Bregenz 
beigezogen, der auch die Detailpläne für die Kanzel 
ausgearbeitet hat. Martin Kink hat die klassizistische 
Stadt-Pfarrkirche von Dornbirn entworfen sowie di- 
verse Rheinregulierungsprojekte ausgearbeitet. 
Eine vergleichende Beurteilung des Kirchenbaus in 
einem noch relativ ursprünglichen Zustand ist der 
«Helvetia Christiana» zu entnehmen. «Die Kirche 
von Mauren ist bestimmt nicht etwa ein hervorra- 
gendes Kunstbauwerk; aber sie hat ihre Eigentüm- 
lichkeiten, und zu diesen Eigentümlichkeiten gehört 
besonders die Fensteranlage mit einem angenehmen 
Oberlicht. Der Raum ist einheitlich und wenn auch 
nicht stilmässig rein oder bedeutend zu nennen, so 
doch für eine ordentliche Ausgestaltung geeignet. 
Die Kirche wurde schon in ihrer ersten Übermalung 
1863 mit verschiedenem Bildschmuck ausgestattet 
und erfuhr 1904 eine Renovation durch Maler Scheel 
aus Feldkirch.»“ Die Pfarrkirche St. Peter und Paul 
wurde 1985 bis 1988 im Rahmen einer Renovation 
neu gestaltet. 1948/1949 erfolgte bereits eine In- 
nenrenovation, die ebenfalls eher als Neugestaltung 
zu bezeichnen gewesen wäre. 
Bauten der Kirche 
 
        

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