bischöfliche Kanzler Johann Fideles Battaglia in 
einem Schreiben an den Fürsten Johann Il. am 20. 
April 1886 mitteilte: «Auf Ansuchen des Hochwürdi- 
gen Pfarramtes von Schaan, souv. Fürstenthum 
Liechtenstein und Diözese Chur, wird von der unter- 
zeichneten Stelle aus eigener Anschauung hiemit 
amtlich bestätigt und bezeugt, dass die Pfarrkirche 
von Schaan in allen Theilen baufällig und dass na- 
mentlich das Chorgewölbe sehr schadhaft ist und der 
Einsturz droht. Zudem erweist sich diese Kirche als zu 
klein und beschränkt im Verhältniss zur wirklichen 
Bevölkerung von Schaan, und es würde eine blosse 
Reperatur nur theilweise dem herrschenden Uebel- 
stande abhelfen. Die gefertigte Stelle kann daher 
nicht umhin, den Bau einer neuen Pfarrkirche drin- 
gendst anzurathen und zu befürworten.»? Die alte 
Pfarrkirche wurde 1900 zum Ausbau des Friedhofs 
bis auf den Turm abgerissen. 
Die alte Eschner Pfarrkirche war vermutlich ein Bau- 
werk des 14. Jahrhunderts und ist mehrfach reno- 
viert worden. «Mitte des 19. Jahrhunderts war der 
Zustand bedenklich. 1830 zerstórte ein Blitzschlag 
den Turm und fuhr bis in die Sakristei, wo er die 
Militárfahne zerfetzte.»'? «Dennoch wurde 1850 die 
Orgel aus der alten Kirche von Triesen angekauft. 
1861 wurden zudem noch 3 neue Glocken ange- 
schafft.» 1893/94 erfolgte der Abbruch, da die Kir- 
che zu klein war und sich in einem schlechten Zu- 
stand befand. Die neue Kirche wurde auf demselben 
Standort, wenn auch um neunzig Grad verdreht, er- 
richtet. 
«Der neue Pfarrer Frick, der i. J. 1846 die Pfarrei an- 
getreten hatte, wurde beauftragt einen Bericht zu er- 
statten über den baulichen Zustand von Kirche und 
Pfarrhof. Der Bericht fiel sehr ungünstig aus. Das 
Aussere der Kirche sei sehr undsthetisch, das Innere 
düster, die Stühle aus rohen Balken gemacht, die 
Wände schimmelig, die Altäre schwarz, der Fuss- 
boden uneben, die Kirche viel zu klein, an Kirchen- 
geräten sehr arm, sie habe keine Orgel, keine Fah- 
nen usw. Der Friedhof sei zu klein, der Pfarrhof 
schlecht und kalt, der Stall baufallig.»" 
Der Bezug der neuen Kirche erfolgte schliesslich 
1894. Der Vergleich der Grundrissabmessungen zwi- 
schen der alten und der neuen Pfarrkirche legt die 
massive Vergrösserung dar. 
«Zum Zeitpunkt der Gründung der Pfarrei Ruggell 
bestand eine kleine, 1614 erstellte Kapelle als einzi- 
Abb. 10: Ansicht der Pfarrkirche St. Fridolin in Ruggell. 
Aufnahme: Heinz Preute 
  
Bauten der Kirche 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.