Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts 
wurde die Grundlage für die Rheinkorrektion ge- 
schaffen. Liechtenstein und der Kanton St. Gallen 
einigten sich darauf, den Rhein mit Hilfe von Wuh- 
ren auf ein 120 Meter breites Bett zu begrenzen. Ab 
1872 begann man auf Schweizer Seite neue Hoch- 
wuhre zu erstellen. In Liechtenstein sah man sich ge- 
zwungen mitzuhalten, um die Überschwemmungs- 
gefahr zu bannen. Diese Leistung war allerdings nur 
dank eines grosszügigen Darlehens des Landesfür- 
sten möglich. 
Ab 1850 wurde auch unter grossen Anstrengungen 
die Riedentwässerung in Angriff genommen und 
Abb. 4: Fabrikarbeiterinnen. Quelle: 
16 
1865 abgeschlossen. Das Ergebnis war allerdings 
noch unbefriedigend, da weiterhin grosse Teile der 
Talebene unter Wasser standen. Für die Verwirkli- 
chung neuer Projekte fehlten dem Land die finanzi- 
ellen Reserven. 
Soziale Lage der Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter 
Fotoarchiv Hochbauamt/Denkmalpflege 
Einleitung 
Um 1884/1885 waren in Liechtenstein etwa 420 
«Fabriklerinnen und Fabrikler» beschäftigt, rund vier 
Fünftel davon waren Frauen. Die Arbeitszeit betrug 
1888 in der Regel elf Stunden pro Tag. Die langen 
Arbeitszeiten, verbunden mit ausgedehnten und be- 
schwerlichen Arbeitswegen, die relativ niedrigen 
 
        

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