Auch im Bereich von Nendeln wurden vom Tiefbau- 
amt verschiedene Projektvarianten bei der Kreuzung 
der Rheinstrasse untersucht. «Zwar haben die Bahn- 
gesellschaften erkannt, dass sie enorme Aufholarbei- 
ten zu erledigen haben, wenn sie der stetig wach- 
senden Nachfrage nach Mobilität entsprechen wol- 
len, sie haben auch erkannt, dass gerade gegenwär- 
tig grosse Chancen zur Gewinnung von Marktantei- 
len für die Eisenbahn bestehen... Es ist deshalb sehr 
erstaunlich, dass in diesem Fall bisher keine Bewe- 
gung zustande kommen konnte, obwohl es sich im 
Österreichischen Eisenbahnnetz um ein sehr wichti- 
ges Tor nach Westen handelt... Fraglich bleibt, ob 
dann zu einem künftigen Zeitpunkt das Fürstentum 
Liechtenstein die Möglichkeit noch haben wird, die 
Grundlagen für eine Bahnverlegung bieten zu kön- 
nen.»? 
Ausbau des Schienen-Nahverkehrs 
Um über das Liechtensteiner Unterland nicht nur 
den Transitverkehr zu führen, sondern auch der Re- 
gion einen attraktiven Schienen-Nahverkehr zu bie- 
ten, wurde ab dem Fahrplanwechsel Ende Mai 2000 
der Liechtenstein-Takt als ein neues, grenzüber- 
schreitendes Nahverkehrsprojekt eingeführt. An Ar- 
beitstagen bringen am Morgen vier Regionalzüge 
die Pendler vom Grossraum Feldkirch nach Liechten- 
stein beziehungsweise Buchs und am spáten Nach- 
mittag verkehren fünf Regionalzüge in der Gegen- 
richtung. Die auf Pendler abgestimmten Verkehrszei- 
ten sprechen eine Zielgruppe von mehreren tausend 
Personen an, die im Raum Feldkirch und Walgau 
wohnen. Mit dem neuen Liechtenstein-Takt wird das 
Nahverkehrsangebot auf der Linie Feldkirch-Buchs 
170 
wesentlich erweitert sowie der Versuch unternom- 
men, den Strassenverkehr zu entlasten und vor allem 
den Pendlern einen sicheren und kostengünstigen 
Weg zum Arbeitsplatz anzubieten. Kernstück des 
Nahverkehrsprojekts durch Liechtenstein ist der Bau 
einer neuen Haltestelle Forst-Hilti, in unmittelbarer 
Nähe des Hauptgebäudes der Firma Hilti in Schaan.® 
Planung und Neuordnung der Verkehrsstrôme 
Derzeit werden Überlegungen zur Neuordnung der 
Verkehrsstrôme im Schienen-Reiseverkehr zwischen 
der Schweiz und Osterreich angestellt. Um den 
Schienenverkehr durch die Einführung des Taktfahr- 
plans zwischen Bregenz und Zürich zu verbessern, 
sollen neben den Zügen Zürich-München auch die 
Züge Zürich-Wien über St. Gallen bis Bregenz ge- 
führt werden. Der Einsatz von Neigezügen würde 
ferner einen hôheren Komfort bieten und die Fahr- 
zeiten zwischen den einzelnen Städten wesentlich 
reduzieren.“ 
In diesem Zusammenhang soll entsprechend frühe- 
rer Anregungen daran erinnert werden, den bedeu- 
tenden Wirtschafts- und Industriestandort Liechten- 
stein nicht gänzlich von einem zeitgemässen Schie- 
nen-Reiseverkehr abzukoppeln und zum Beispiel — 
wie bereits früher schon gefordert — eine attraktive 
Bahnverbindung zum Flughafen Zürich anzubieten.” 
Im Gegensatz zum Reiseverkehr sind im Bereich des 
Güterverkehrs keinerlei Änderungen geplant. Der 
Güterverkehr soll wie bisher über Feldkirch-Buchs 
abgewickelt werden, da die Rangier- und Zugbilde- 
anlagen in ausreichender Kapazität im Bahnhof 
Buchs vorhanden sind. 
Bauten des Verkehrs 
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.