Ein markantes Ereignis im Fernverkehr war die Auf- 
nahme einer schnellen Tagesverbindung zwischen 
Wien und Zürich ab 1958. Das moderne Schienen- 
fahrzeug Transalpin bewältigte die Strecke, die da- 
mals noch über Zell am See führte, in 11 Stunden 
und 38 Minuten. 
Einen spektakulären Bahnunfall, der eine dreitägige 
Streckenunterbrechung verursachte, ereignete sich 
am 26. Februar 1980, als vor dem Bahnhof Nendeln 
der Zürich-Beograd-Express, bestehend aus sieben 
Wagen und der Lokomotive 1044.38, mit einem 
Lastwagen zusammenstiess. Die Bergung und Ein- 
gleisung der Lokomotive erforderte einen Grossein- 
satz von technischen Hilfsmannschaften. 
Die Konzessionsdauer für die Beförderung der Züge 
durch Liechtenstein betrug neunzig Jahre. Nach Ab- 
lauf der Konzessionsfrist rollten die Züge siebzehn 
Jahre lang illegal durch das Fürstentum, bis der Irr- 
tum bemerkt und ein entsprechender Antrag auf 
Konzessionserneuerung eingebracht wurde. Die im 
Jahr 1977 ausgestellte neue Konzession genehmigt 
Fahrten von Eisenbahnzügen durch Liechtenstein bis 
31. Dezember 2017. 
Zukunftsperspektiven — Wohin fährt die Bahn in 
Liechtenstein? 
War in früheren Jahren die Eisenbahn für Liechten- 
stein ein wichtiges Verkehrsmittel, das den Anschluss 
an das internationale Eisenbahnnetz ermöglicht, so 
hat sich die Bedeutung der Bahn für Liechtenstein in 
den vergangenen Jahrzehnten mit der Zunahme des 
Strassenverkehrs wesentlich verändert. Ferner führte 
die Verbauung in den Ortschaften dazu, dass die 
Bahnlinie, wie zum Beispiel in Schaan, mitten durch 
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das Siedlungsgebiet führt und bedeutende Strassen- 
verbindungen quert. Brachte die Einführung von au- 
tomatischen Schrankenanlagen eine kurzfristige Ver- 
besserung in Bezug auf die Wartezeiten bei Bahn- 
kreuzungen, so ist langfristig nach baulichen Mass- 
nahmen zu suchen, die eine niveaufreie Unter- be- 
ziehungsweise Überführung ermöglichen. 
Bereits 1986 gab das Fürstentum Liechtenstein eine 
Studie über eine neue Bahntrasse von Schaan nach 
Buchs in Auftrag. Kurz vor Schaan, beim Hauptwerk 
der Firma Hilti, würde nach dem neuen Projekt die 
Trasse nach Westen abbiegen und den Rhein über- 
querend in einem grossen Bogen den Bahnhof Buchs 
von Norden her erreichen. Leider führte mangelnde 
Verhandlungsbereitschaft seitens der OBB schliess- 
lich zur Einstellung weiterer Projektierungsarbeiten. 
Abb. 25: Projekt fiir die Verlegung der Bahnlinie Schaan-Buchs 
an den nördlichen Dorfrand von Schaan (1998). 
  
  
  
Der Eisenbahnbau in Liechtenstein 
 
        

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