Getreide aller Art, Weinbeeren aus der Türkei und 
aus Griechenland, Holz aus Serbien, Wein aus Un- 
garn und Niederösterreich, Petrol aus Rumänien, 
Schlachtvieh aus Ungarn, Schafe von wer weiss wo- 
her. Da waren auch die Züge mit den Sammelwagen 
der grossen österreichischen Speditionsfirmen... 
Schwer beladen rollten die Orientexpresszüge über 
die Grenze, den Damm hinunter und dann in den 
Bahnhof, grosse Lokomotiven mit Schlafwagen, Res- 
taurationswagen erster und zweiter Klasse bestimmt 
zur Fahrt durch ganz Europa. Wagen mit unlesbaren 
Aufschriften: serbisch, bulgarisch und die Tafeln lau- 
teten Bukarest-Wien-Innsbruck-Buchs-Zürich-Basel 
usw. Die Welt kam über die Grenze und es begann 
der grosse Zoll mit den kaiserlich-königlichen öster- 
reichischen Finanzern und Assistenten und den 
165 
Schweizer Beamten. Es gab noch keine Pässe. Die 
Welt stand jedem offen und Österreich war noch das 
grosse reiche Land mit dem Balkan als gehorsamem 
Hinterland...»?* 
Im Ersten Weltkrieg traten für die Durchführung zu- 
sátzlicher Transportaufgaben Notfahrpláne in Kraft. 
Von dieser Massnahme wurde besonders auch die 
Linie Feldkirch-Buchs betroffen. Der Fernverkehr 
durfte nur über Buchs erfolgen, da die Grenze zur 
neutralen Schweiz streng bewacht war. Mit Hilfe des 
Roten Kreuzes erfolgte im Grenzbahnhof Buchs auch 
der Austausch von Kriegsgefangenen, die von der 
neutralen Schweiz in ihre Heimat transportiert wur- 
den. Auch in den Notzeiten nach dem Ersten Welt- 
krieg rollren Versorgungszüge mit Hilfsgütern und 
Lebensmitteln im Einvernehmen mit den Alliierten 
Abb. 21: Ersatz des vom Rheinhochwasser zerstórten Bahndamms durch Hilfsbrücken. Für die umgehende Instandsetzung des beschádigten 
Streckenabschnitts werden vorerst Hilfsbrücken eingebaut. 
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Der Eisenbahnbau in Liechtenstein 
 
        

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