überspülten und in der Folge auf der Brücke eine bis 
zu einem Meter hohe Schwemmholzschicht abgela- 
gert wurde, musste der Zugverkehr eingestellt wer- 
den. Die unterhalb der Bahnbrücke gelegene, aus 
Holz gebaute Strassenbrücke konnte sich dem Was- 
serdruck nicht mehr widersetzen und wurde von den 
Fluten abgetrieben. Da die Eisenbahnbrücke dem 
Hochwasser stand hielt, überspülte der Rhein ober- 
halb der Brücke den Schutzdamm und überflutete 
nach der Zerstörung des Damms das Land bis in den 
Raum Feldkirch. Der quer zum Rheintal verlaufende 
Bahndamm wurde vom Rheinhochwasser auf einer 
Länge von über 250 Metern abgetragen. 
Nach dem Jahrhunderthochwasser wurde der Damm 
Abb. 16: Bau der Eisenbahnbrücke Schaan-Buchs um 1871 
162 
von der Rheinbauleitung wiederhergestellt und der 
Rhein in sein Flussbett zurückgedrängt. Mittels elf 
Hilfsbrücken, die auf pilotierten Jochen lagerten, 
wurde nach 53 Tagen der Bahnbetrieb wieder provi- 
sorisch aufgenommen. Die Neuschüttung des Bahn- 
damms mit entsprechenden Flutwellenöffnungen er- 
folgte im Lauf des Jahres 1928. Um das Durchfluss- 
profil zu erhöhen, wurde die Brücke im Zug der Bau- 
arbeiten um 1,70 Meter angehoben. 
Die Rheinnot von 1927 war für Liechtenstein 
nochmals ein Anlass, einen Vorstoss zur Verlegung 
der Bahnlinie zu unternehmen, um entsprechend 
früherer Projekte die Eisenbahn von Schaan über das 
Liechtensteiner Oberland nach Sargans zu führen. 
  
Bauten des Verkehrs 
  
 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.