bäude der Vorarlberger Bahn und Kronprinz-Rudolf- 
Bahn sind daher typengleich. In ihrer Grundstruktur 
gliedern sich die Gebäude in mehrere Klassen, wobei 
der Mittelbau gleich breit bleibt, die Gebäudetiefe 
und die Lage der Seitenflügel sich jedoch ändern. Die 
neue Epoche der Zweckbauten enthält nur sparsame 
äussere Details, zum Beispiel Fenster- und Türum- 
rahmungen, wie diese auch bei den Bauten der 
Staatseisenbahn-Gesellschaft (StEG) vorhanden 
waren. 
Die Grundrisse der Aufnahmegebäude wurden nach 
räumlich streng getrennten Funktionsgruppen wie 
Eingangsbereich, Wartesaal, Kassa und Diensträu- 
men angeordnet. Ausser den betrieblich genutzten 
Räumen war in der Regel ein eigener Wohnungsbe- 
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reich vorhanden, der ebenerdig als auch stockhoch 
untergebracht war und einen separaten Eingang 
hatte. Typisch für den österreichischen Bahnhofbau 
waren die an der Giebelwand angebrachten Bretter- 
verschalungen. Das Originalgebäude hatte an den 
seitlichen Giebelwänden gut lesbare und weithin 
sichtbare Ortsnamenschilder.” 
Die in Liechtenstein errichteten Stationsanlagen von 
Schaan/Vaduz und Nendeln wurden mit folgenden 
Bauten ausgestattet: 
ein Aufnahmegebäude (abgesetzt vom Hauptge- 
bäude waren die Toiletten und die Lampisterie, ehe- 
mals Schilderhaus); 
ein Frachtenmagazin; 
ein Stationswächterhaus sowie Laderampen. 
Abb. 8: Ansicht des Aufnahmegebäudes von Schaan-Vaduz nach der Aufstockung um 1891 
  
Der Eisenbahnbau in Liechtenstein 
 
        

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