die letzte notwendige Bewilligung. Im Mühleholz 
stellte man später fest, dass die Wasserkraftbedin- 
gungen durch die Bauarbeiten Spoerrys, speziell aber 
dank der nachtráglich erbauten Ausgleichsbecken im 
Mühleholz, besser seien als zuvor. 
Eine Dominante über dem Rheintal: der Hauptbau 
Schon zwei Jahre nach der Spinnereivollendung, 
1885, beteiligte sich Caspar Jenny von der Weberei 
Triesen am Unternehmen in Vaduz - die Sóhne der 
beiden Unternehmer gingen in Niederurnen in der 
Schweiz gemeinsam zur Schule. Der kapitalkráftige 
Jenny sah in der Spinnerei die willkommene, nahe 
gelegene und zollfreie Ergánzung für die Stofferzeu- 
gung in der Weberei Triesen. In der zweiten Genera- 
tion wurden die beiden gróssten Liechtensteiner In- 
dustriebetriebe unter dem Firmennamen Jenny, Spo- 
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erry & Cie. geführt, Teilhnaber waren Jakob Spoerry- 
Streiff, Caspar Jenny Junior und Caspar Jenny-Din- 
ner und Fritz Jenny-Dürst.? Die Nachfahren des Va- 
duzer Spinnereigründers Johann Jakob Spoerry leb- 
ten in Vaduz und leiteten die Spinnerei bis zur Still- 
legung im Jahr 1992. 
Ob der Spinnereihauptbau in seiner heutigen reprá- 
sentativen Symmetrie auf eine Idee Johann Jakob 
Spoerrys zurückgeht, ist nicht bekannt. Architekt 
Albert Grether aus Hirslanden bei Zürich entwarf für 
den 1883 vollendeten Neubau einen traditionellen 
giebelstándigen Hochbau mit drei Geschossen und 
südlich daran anschliessend die ersten Shedhallen 
über einem die Hanglage nutzenden Erdgeschoss. 
Der Hochbau enthielt den Besucherempfang, die Di- 
rektorenbüros und Spinnerei-Labore und die erste 
Krafterzeugungsanlage, von der die Turbinenkam- 
Abb. 7: Die Spinnerei Vaduz erhált durch ihre rhythmische Gliederung eine eigene Ásthetik, die den ganzen Talabschnitt prägt. 
Bild: Liechtensteinisches Landesarchiv. 
  
Bauzeugen der Industrialisierung 1820 bis 1920 
  
  
 
        

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