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bilateralen Vertrágen, einem EWR-Beitritt oder einem EU-Beitritt entspre- 
chen wird. Andererseits stellt das EWR-Abkommen eine tragfáhige Grund- 
lage dar für die Beziehungen zu den meisten Staaten Europas und ist ebenfalls 
eine solide Basis, um künftigen integrationspolitischen Entwicklungen in 
Europa zu begegnen. Allerdings ist davon auszugehen, daB der Zollvertrag in 
dem Mafe ,,ausgedünnt" werden wird, als für Liechtenstein und die Schweiz 
die gleichen auf EU-Recht basierenden Regelungen gelten. Ein EU-Beitritt 
der Schweiz würde wohl den Zollvertrag überflüssig machen.!4 
3.2. Zollvertrag 
Der für Liechtenstein segensreiche Einbezug Liechtensteins in das schweize- 
rische Wirtschaftsgebiet erfolgte durch den Vertrag zwischen der Schweiz 
und Liechtenstein über den AnschluB des Fürstentums Liechtenstein an das 
schweizerische Zollgebiet am 1. Januar 1924/5. Damit hatte Liechtenstein 
z. B. grundsátzlich die gesamte schweizerische Zollgesetzgebung zu überneh- 
men sowie darüber hinaus die gesamte Bundesgesetzgebung, soweit der ZV 
deren Anwendung bedingt.!6 Von der Schweiz mit Drittstaaten abgeschlos- 
sene (Staats-)Vertráge gelten automatisch auch für Liechtenstein", und 
Liechtenstein wird während der Dauer des ZV eigenständig keine Handels- 
oder Zollvertráge abschlieBen.!8 In Art 9 und 10 ZV wird schließlich auf die 
Anlagen I und II Bezug genommen, wo die relevante Bundesgesetzgebung 
mitgeteilt wird.!9 
Liechtenstein kann noch immer nicht selbstándig Handels- oder Zollvertráge 
abschlieBen!20 Als Liechtenstein 1991 aber — im Hinblick auf eine eigenstán- 
dige Beteiligung am EWR - selbständig der EFTA beitreten wollte, wurde 
Art 8bis eingefügt, der die Mitgliedschaft Liechtensteins in internationalen 
Organisationen, denen die Schweiz angehört, regelt.2! Dieser mußte 1994 
durch einen zweiten Absatz ergänzt werden, weil die Schweiz dem EWR 
eben nicht angehort.22 
Von seinem Ursprung her muß der Zollvertrag als Warenverkehrsvertrag?? 
qualifiziert werden. Dies ergibt sich einerseits aus der Zielsetzung des Vertra- 
ges, andererseits aus der Geschichte: In den zwanziger Jahren war der Waren- 
verkehr noch der bei weitem dominierende Faktor bei internationalen Verträ- 
gen.24 Dies führt heute auch immer wieder zu Problemen, wenn im schweize- 
risch-liechtensteinischen Verhältnis Dienstleistungen oder Finanzfragen gere- 
gelt werden müssen. So wurde „die Mehrwertsteuerfrage von der Regierung 
199 
 
        

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