Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
29
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000131393/86/
Methodisches Vorgehen die Gefahr bestanden, dass die Rücklaufquote sinkt, was bei einem klei­ nen Sample die Aussagekraft der Umfrage zusätzlich schmälern würde. Selbst wenn entsprechende Daten verfügbar wären, würde beispiels­ weise die Aussage des grössten liechtensteinischen Unternehmens, der HILTI AG, im Industriesektor ein sehr hohes Gewicht erhalten, während Unternehmen mit geringer Beschäftigtenzahl unterbewertet würden, was bei einem sehr kleinen Sample zu Verzerrungen führen kann. Schliesslich wären Gewichtungen im Bereich des Gewerbes nur möglich, wenn ein grösseres Sample an Betrieben erfasst worden wäre, anstatt lediglich die Sektionsleiter der Gewerbe- und Wirtschaftskam­ mer in die Umfrage einzubeziehen. Schliesslich musste auch eine Analyse der Konsumentenseite ausblei­ ben. Dies vor allem deshalb, weil diese Studie in ihrem Kern eine Bran­ chenanalyse ist.5 Eine Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Kon­ sumenten ist auch deshalb schwierig, weil Liechtenstein keinen eigenen Konsumentenpreisindex erhebt, sondern im Konsumentenpreisindex der Schweiz erfasst wird. Aus theoretischer Sicht müssten aber die Kon­ sumenten von einer Marktöffnung besonders profitieren, da sich für sie die Produktauswahl erhöht und die Preise unter Umständen sinken. Allerdings ist der Lebensmittelsektor als ein für die Betrachtung der Konsumentenseite wichtiger Aspekt aus dem EWR-Abkommen ausge­ klammert geblieben. 5 Dies ist auch ein Grund für die Nichtberücksichtigung des Liechtensteinischen Arbeit­ nehmerverbandes (LANV) in der Umfrage. Zudem ist der Organisationsgrad der liech­ tensteinischen Arbeitnehmerinnen recht gering. Lediglich 5.8 % der Beschäftigten sind Mitglieder im LANV. 86
        

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