Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
29
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000131393/104/
Konsequenzen der EWR-Mitgliedschaft für die Wirtschaft Abbildung 9: Die wichtigsten Vorteile der EWR-Mitgliedschaft nach ausgewählten Branchen Industriezweig Vorteile aus der EWR-Mitgliedschaft Glas/Keramik • Liberalisierung des Arbeitsmarktes • Liberalisierung des Kapitalverkehrs • verbesserte Ursprungsregeln Metallerzeugung und • erleichterte Grenzformalitäten Metallbearbeitung • gegenseitige Anerkennung von Prüfverfahren • einheitliche technische Vorschriften Maschinenbau • gegenseitige Anerkennung von Prüfverfahren • einheitliche technische Vorschriften • Liberalisierung des Arbeitsmarktes Herstellung von Büromaschinen, • gegenseitige Anerkennung von Prüfverfahren Elektrotechnik etc. • Liberalisierung des Arbeitsmarktes • erleichterte Grenzformalitäten ternehmen (31.25 % der Nennungen) geplant. Weitere mögliche Mass­ nahmen waren die Verlagerung von F&E- oder Service-Einrichtungen sowie die Aufgabe eines Produkts/einer Aktivität (siehe Abbildung 10). Zielregion für eine Produktionsverlagerung sollte in erster Linie die Europäische Union sein.44 Es sind vor allem drei Gründe dafür anzuführen, warum mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen im Falle eines EWR-Neins keine strategischen Massnahmen vorsah. Erstens ist für einen Teil dieser Un­ ternehmen der EWR als Absatzmarkt von geringer oder ohne Bedeu­ tung. Sie exportieren hauptsächlich oder gänzlich in die Schweiz oder andere Regionen ausserhalb des EWR. Zweitens war ein Grossteil der Unternehmen bereits vor dem EWR-Beitritt auf dem EU-Markt durch Tochterunternehmen bzw. Filialen oder Partnerschaften vertreten. Und drittens sind Produktionsverlagerungen oder andere Auslandsaktivitä­ ten immer mit Investitionen verknüpft, die aufgebracht werden müssen und zudem eine langfristige Rendite versprechen sollten. Die Tatsache, dass 60 % der befragten Unternehmen keine Konse­ quenzen im Falle eines «EWR-Neins» erwogen haben, lässt zudem den 44 86 % der Nennungen entfielen auf Länder der EU, hauptsächlich auf Deutschland und Osterreich. 104
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.