Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
29
Erscheinungsjahr:
2000
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000131393/100/
Konsequenzen der EWR-Mitgliedscbaft für die Wirtschaft 2.2 Umfrageergebnisse für den Industriesektor Die Erhebung für den Industriesektor umfasst folgende Branchen: a) Ernährung, b) Textil- und Bekleidung, c) chemische Industrie, d) Her­ stellung von Gummi- und Kunststoffwaren, e) Glas, Keramik, Verarbei­ tung von Steinen und Erden, f) Metallerzeugung und -bearbeitung, g) Maschinenbau, h) Herstellung von Büromaschinen, Elektrotechnik, Feinmechanik, Optik, i) Fahrzeugbau, j) Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten, Spielwaren. Die grundsätzliche Bedeutung der EWR-Mitgliedschaft für die Un­ ternehmen im Industriesektor zeigt Abbildung 6. Knapp ein Viertel der Unternehmen messen dem EWR-Beitritt eine grosse Bedeutung zu, 28 % sagen, der Beitritt sei von geringer Bedeutung, für immerhin ein Drittel ist der EWR-Beitritt ohne Bedeutung und 12 % konnten noch kein Urteil abgeben. Ein Vergleich der Struktur der Absatzmärkte vor und nach dem EWR-Beitritt zeigt, dass es in diesem Punkt praktisch keine Verände­ rungen gab.37 80 % der Unternehmen gaben an, sowohl vor wie auch nach dem EWR-Beitritt einen Hauptabsatzmarkt in der Schweiz zu ha­ ben.38 Für etwa jedes zweite Unternehmen war der Hauptabsatzmarkt bereits vor dem EWR-Beitritt der EU-Binnenmarkt. Dies ist auch nach dem Beitritt so geblieben.39 Die USA waren für 32 % der Firmen vor dem EWR-Beitritt ein wichtiger Absatzmarkt. Nach dreieinhalb]'ähriger EWR-Mitgliedschaft trifft dies für 36 % der Befragten zu. Für die Re­ gionen Osteuropa (12 % vor / 16 % nach) und Asien (16 % / 20 %) gilt diese Tendenz ebenfalls. 96 % der Unternehmen geben zwar an, dass sie keine weiteren EU-Märkte erschlossen haben, gleichzeitig vermerken jedoch annähernd alle Unternehmen (92 %), dass sie keine Exportdis­ kriminierungen in den EU-Binnenmarkt feststellen können.40 Damit 37 Der Fragebogen liess Mehrfachnennungen zu. 38 20 % der Befragten gaben an, lediglich in die Schweiz zu exportieren. Ebenso viele ga­ ben an, gar nicht in die Schweiz zu exportieren. 39 Dieses Ergebnis wird dadurch bestätigt, dass sich zwischen 1994 und 1997 der Export­ anteil der liechtensteinischen Industrie in die EWR-Staaten bei steigendem Volumen nicht verändert hat (siehe Kapitel E.l). 40 Ein Unternehmen der Ernährungsbranche gab an, weiterhin veterinärtechnischen Kon­ trollen ausgesetzt zu sein, ein Unternehmen aus dem Fahrzeugbau beklagte den zoll­ technischen Aufwand. 100
        

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