Biographisches Grundgerüst 
Franz Joseph Oehri kommt am 3. März 1793, im selben Jahr wie Peter 
Kaiser, in Mauren in Liechtenstein zur Welt.! 
Nach dem Gymnasium in Feldkirch studiert Oehri in Wien und Landshut und 
tritt nach dem Abschluss seiner Studien 1818 als Auditorspraktikant in die 
k. k. Armee ein. 1819 wird Oehri Auditor, was er bis 1836 bei verschiedenen 
Regimentern bleibt. (Bei einem dieser Posten ist er zusammen mit Johann 
Michael Menzinger zugeteilt.) In diesem Jahr erfolgt seine Beförderung zum 
Stabsauditor und die Versetzung zur mobilen Armee in Italien, wo er gleich- 
zeitig dem Marinekommando als Justizreferent zugeteilt ist. 1844 wird Oehri 
nach Venedig versetzt, wo er die Untersuchung gegen die Brüder Attilo und 
Emilio Bandiera sowie Domenico Moro zu führen hat. Nach weiterem Auf- 
rücken in der Militärhierarchie — so wird er 1842 Generalauditorleutnant und 
als solcher Leiter des Justizdepartements des Generalkommandos Lombardo- 
Venetien in Verona — geht er 1849 in gesundheitsbedingte Pension, aus der er 
aber wieder zurückkehrt und bis 1862 Dienst tut. In die Jahre 1848/49 fällt 
seine Tätigkeit für den Liechtensteiner Verfassungsrat, die in einem eigenen 
Verfassungsentwurf für das Fürstentum gipfelt, der ursprünglich nur als 
Kommentar zu dem seines Schulkollegen Peter Kaiser gedacht war. 1850 ist 
Oehri wiederum Leiter eines Justizdepartements, diesmal aber für Ungarn in 
Ofen, was wohl auch seinen Alterssitz Güns erklären dürfte. Auf dem Gipfel 
seiner Karriere arbeitet Oehri dann als Militär-Appellationsrat in Wien. Zwei 
Jahre nach seiner endgültigen Pensionierung 1862 stirbt Franz Joseph Oehri 
71jährig in Güns/Ungarn. 
Geheiratet hat Oehri zweimal: Zum einen die Hauptmannswitwe Johanna 
Wallenweber (gest. 1858), mit der er zwei Kinder hat: Caroline (geb. 1836) 
und Otto (geb. 1842-gef. 1859). Zum anderen Ludovica Zanko, die ebenfalls 
Witwe war. Die beiden heiraten 1860.? 
Peter Kaiser kommt am 1. Oktober 1793 in Mauren in Liechtenstein zur 
Welt. Im selben Jahr und am selben Ort wie Oehri. 
Nach dem Gymnasium in Feldkirch geht er 1810 nach Wien. Er setzt seine 
Studien am Akademischen Gymnasium fort und wechselt 1814 an die Uni- 
versitát. 1817 wendet sich Kaiser nach Freiburg, wo er als Burschenschafter 
hervortritt. Dass er das Studium regulär beendet hat, ist unwahrscheinlich. 
1819 geht Kaiser nach Hofwil bei Bern, um an der Schule des Erziehers 
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