Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/89/
Soll-Profil der Aufgabenbereiche und ökonomischen Aggregate Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion erst einen Status, wie ihn Liechtenstein mit der Einführung des Schweizer Frankens bereits seit den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts innehat: eine Entnatio­ nalisierung des Geld- und Währungswesens, verbunden mit einer Reihe von Vorteilen und einer Aufgabe von Identität, die viele Staaten (erstaunlicherweise) gerade mit einer eigenständigen Währung verbin­ den. Bei den PTT-Leistungen umfasst der Untersuchungszeitraum dieser Studie nicht die jüngsten Liberalisierungsschritte. Uber die Ausgabenintensität dieser Aktivitäten sind 
ex ante keine Voraussagen zu treffen. Auf die Höhe der Förderung von 
Land- und Forst(Wald-)wirtschaft nehmen die geltende Marktordnung (Preis- und Abnahmegarantien) und die topographischen Gegebenheiten (Alpwirtschaft) massgeblich Einfluss. Bei der Gestaltung der Rah­ menbedingungen sind im Kleinstaat naturgemäss höhere Verwal­ tungsaufwendungen erforderlich, die aber bereits im Bereich der all­ gemeinen Verwaltung erfasst sind. Darüber hinaus ist der Bereich Volkswirtschaft natürlich ein Einfallstor für politisch induzierte Wirtschaftsförderungen aller Art. Lässt man diesen Aspekt ausser acht, so müssten hier in Anbetracht des Erfolges der Liechtensteiner Volkswirtschaft keine überdurchschnittlichen Ausgaben auftreten, zumal wesentliche Aufgaben bereits im Zollvertrag geregelt sind und durch die Schweiz wahrgenommen werden. - Finanzen und Steuern: Besteuerung gehört zu den Kernaufgaben des Kleinstaates, schon aus Gründen der Souveränität, aber auch der Prosperität. Auch hier kön­ nen internationale Verträge dazu führen, dass bei bestimmten Steuern Souveränität abgegeben wird (zum Beispiel Mehrwertsteuer). Eben­ falls aus Gründen der Prosperität und wohl auch aus Gründen der horizontalen Gerechtigkeit und damit der Identität in einem Land ist ein Finanzausgleich erforderlich, während es grundsätzlich denkbar wäre, die Vermögens- und Schuldenverwaltung durch Dritte wahr­ nehmen zu lassen, besonders dann, wenn im Privatsektor soviel Ex­ pertise wie in Liechtenstein vorhanden ist. Die Verwaltungsausgaben in diesem Bereich werden unter allgemeiner Verwaltung geführt, wo­ bei hier beim Aufbau und Betreiben eines eigenen Steuersystems und eines ausgefeilten Finanzausgleichs zwischen insgesamt elf Gemein­ den naturgemäss stark überproportionale Ausgaben anfallen. 89
        

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