Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/82/
Grundzüge einer Theorie öffentlicher Aufgabenwahrnehmung Insgesamt soll mit den folgenden Ausführungen die 
Messlatte für die in den nachfolgenden Kapiteln empirisch zu analysierende Aufgabener­ füllung in Liechtenstein im Vergleich zu den Nachbarstaaten Schweiz und Osterreich bereitgestellt werden. 2.4.2.1 Erwartungen für die funktionale Gliederung der Ausgaben Die Abgrenzung der Aufgabenbereiche und damit der Hypothesen ori­ entiert sich an der funktionalen Gliederung, nach der die öffentlichen Haushalte von der amtlichen Statistik der Schweiz aufgefächert werden.40 - Allgemeine Verwaltung: Die Aufgabenbereiche 
Legislative (Landtag) und (allgemeine) 
Exeku­ tive (Regierung, Stabstellen, allgemeine Verwaltung) sind unter den drei Gesichtspunkten der Souveränität, Identität und Prosperität des Kleinstaates unverzichtbar und müssen selbst produziert werden. Nicht zuletzt aufgrund nicht realisierbarer 
economies of scale ist im Kleinstaat mit überdurchschnittlichen Verwaltungsaufwendungen zu rechnen. Die Vorteile der kurzen Wege und einer vergleichsweise wenig ausdifferenzierten Verwaltung, aber auch der Umstand, dass es in Liechtenstein nur die Staats- und die Gemeindeebene gibt, dürften hier die Nachteile der Grösse nicht kompensieren. Dies bedeutet je­ doch keineswegs, dass Vorleistungen nicht aus dem Ausland bezogen werden können. - Öffentliche Sicherheit: Gerade beim 
Justizwesen (Rechtsaufsicht, Rechtsprechung) geht es auch um die Wahrung der Bürgerrechte und um die davon abgesetz­ ten Rechte der Ausländer bei der Beschäftigung, der Niederlassung, dem Erwerb von Grund und Boden und den Möglichkeiten von Liechtenstein im Bereich der Finanzdienstleistungen. Die öffentliche Sicherheit ist, soweit die 
Polizei tangiert ist, ebenso eine Kernaufgabe des Kleinstaates wie die eben genannten Bereiche. 40 Vgl. Eidgenössische Finanzverwaltung, Bundesamt für Statistik (1987, S. 24). Dies er­ leichtert die spätere empirische Überprüfung anhand dieser leichter verfüg- und inter­ pretierbaren Vergleichsdaten. Die folgende Kommentierung der Aufgabenbereiche er­ folgt nach den unter Punkt 2.3.3 gemachten Anmerkungen zu den Haupthypothesen. 82
        

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