Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/70/
Grundzüge einer Theorie öffentlicher Aufgabenwahrnehmung eigenen Vorstellungen in die Diskussionsprozesse ein. Dabei verfolgen sie auch Eigeninteressen, die tendenziell in Richtung einer intensiveren Auf­ gabenwahrnehmung (höheren Ausgabenintensität) wirken. Interessengruppen und Verwaltung dürften einen 
steten Druck in Richtung zusätzlicher öffentlicher Aufgaben und Ausgaben ausüben, was dazu führt, dass das 
durch die öffentlichen Einnahmen eher gross­ zügig begrenzte Ausgabenvolumen so weit wie möglich ausgeschöpft wird. Während dieser "Niveaueffekt" wohl unbestritten ist, ergeben sich aus der Analyse kaum Anhaltspunkte bezüglich struktureller Schwerpunkte dieser Einflussnahmen. Welcher Aufgabenbereich sollte davon besonders betroffen sein? 2.2.5 Zielkriterien für die Aufgabenwahrnehmung im Kleinstaat Auf den vorangegangenen Seiten wurden finanzwissenschaftliche Theo­ rien vorgestellt, die jeweils einige besondere 
ökonomische Denkmuster oder Paradigmata als'Scheinwerfer benützen. Mit ihnen sollen norma­ tive Vorstellungen über die erwartete Aufgabenerfüllung des Kleinstaa­ tes entwickelt werden, um ihnen in den Kapiteln 3 und 4 die Realität der Aufgabenerfüllung gegenüberzustellen. In den Spalten der zusammen­ fassenden Abbildung 2.8 (auf Seite 76) sind diese erkenntnisleitenden Begriffe der jeweiligen ökonomischen Theorien pointiert aufgelistet. Im folgenden werden die Begriffe nochmals aufgegriffen und ihnen die durch sie zu beantwortende Fragestellung beigefügt. 1) Kleinstaatentheorie - Souveränität Wird der autonome Handlungsspielraum des Kleinstaates bewahrt? - Identität Wird die wirtschaftliche und emotionale Bindung der Einwohner und der Unternehmen an den Kleinstaat positiv beeinflusst? - Prosperität Wird das wirtschaftliche Wohlergehen von Bevölkerung und Wirt­ schaft nachhaltig gesichert? 70
        

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