Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/366/
Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Empfehlungen Steuersätze der direkten Steuern (vor allem Einkommens- und Vermö­ genssteuer), die private Haushalte betreffen, können ebenfalls attraktiv niedrig gehalten werden. Trotz des niedrigen Besteuerungsniveaus steht dem Staat ein hohes Steueraufkommen zur Verfügung, das in den letzten Jahren durch eine steuerpolitische Weichenstellung der Schweiz (Einführung der Mehr­ wertsteuer), mit welcher Liechtenstein durch einen umfassenden Zoll- und Währungsvertrag verbunden ist, noch einmal nach oben korrigiert wurde. Die Steuern, Gebühren und sonstigen Erträge reichen im Prinzip aus, um die öffentlichen Aufgaben auf einem hohen politischen Satisfi- kationsniveau zu finanzieren. Auf eine Defizitfinanzierung des Staats­ haushaltes kann verzichtet werden. Liechtenstein präsentiert sich für den aussenstehenden Beobachter in den letzten Jahrzehnten als Staat mit einer vergleichsweise nur 
gering ausgeprägten Budgetrestriktion des ge­ samten öffentlichen Sektors. Dieser Umstand hat naturgemäss Konse­ quenzen für die öffentliche Aufgabenerfüllung. Doch während in ande­ ren Staaten meist die Budgetrestriktion die kritische Barriere schlechthin darstellt, treten in diesem Kleinstaat Engpässe bei anderen Ressourcen auf, zum Beispiel bei qualifizierten Mitarbeitern oder bei der Verfügbar­ keit von Grund und Boden. 5.2.2 Ausgewählte Ergebnisse Die Ergebnisse können anhand der vier in der Arbeit aufgestellten erkenntnisleitenden Haupthypothesen306 zusammengefasst werden. Haupthypothese 1: Selektive Aufgabenwahrnehmung im Kleinstaat Welche Aufgaben wird der Kleinstaat unverzichtbar selbst erstellen? Bei dieser Frage steht die Aufgabenpriorität im Vordergrund. Ihre Beant­ wortung hat zugleich Konsequenzen für die Ausgabenintensität der Aufgabenerfüllung. 306 Vgl. zur Langfassung dieser Haupthypothesen Abschnitt 2.3., 366
        

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