Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/350/
Fallstudien zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Liechtenstein Jedenfalls teilen sich die Gemeinden Triesenberg, Planken, Gamprin, Schellenberg und Ruggell diesen Restbetrag.296 4.6.3.2.2.6 Die Wirkung des Finanzausgleichs auf die einzelnen Gemeinden Mit der Zuteilung der FA-Abgaben wurden die finanzschwachen Ge­ meinden auf ein Mindestniveau angehoben. Balzers, Triesen, Eschen, Mauren und Ruggell bilden diese Gruppe. Gamprin konnte sich in den achtziger Jahren durch aliquote Zuteilungen, kombiniert mit einem re­ lativ hohen Aufkommen aus den nach dem Aufkommensprinzip zuge­ rechneten Steuern, geringfügig, in den neunziger Jahren stärker vom Mindestniveau abheben. Durch die Alimentation Berggemeinden wurden Triesenberg und Schellenberg in etwa auf den Landesdurchschnitt angehoben; Planken erreichte durch die Alimentation Berggemeinden und diverse aliquote Zuteilungen die weitaus höchsten Werte pro Einwohner. Für Vaduz und Schaan schlug das hohe Aufkommen aus den nach dem Aufkommensprinzip zugerechneten Steuern auf das Endergebnis durch, allerdings erreichte Schaan überraschenderweise nicht in allen Jahren den Landesdurchschnitt. 4.6.3.2.3 Mangelnde Robustheit des Systems In den bisherigen Ausführungen wurde schon angedeutet, dass die Schlüssel und Detailregelungen des Finanzausgleichs fast jedes Jahr eine Revidierung erfahren haben. Wodurch wurden diese ständigen Ände­ rungen ausgelöst? Ein Grund liegt darin, dass bis 1995 daran festgehalten wurde, alle Gemeinden (an einer bestimmten Stufe des Verfahrens) zumindest auf das Landesmittel anzuheben. Welcher Anteil der Finanzausgleichsmasse dafür verwendet werden muss, hängt von der Disparität des lokalen Steueraufkommens ab: Je ungleicher das lokale Steueraufkommen ver­ teilt ist, desto mehr muss aufgewendet werden. Gleichzeitig blieb die Finanzausgleichsmasse als solche tendenziell konstant, weil das Land sukzessive den Gemeindeanteil am Finanzausgleich kürzte. 2,6 Die Aufteilung erfolgte 1991 zur Hälfte aliquot, zur Hälfte nach Einwohnern, 1992 wurde der Betrag aliquot zugeteilt, 1993 nach Einwohnern. 350
        

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