Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/349/
Ökonomische Wirkungsanalyse und Schellenberg ausgeschüttet, die restlichen vier Fünftel wurden nach Einwohnern zugeteilt. Von 1985 bis 1990 wurde nur mehr ein. Neuntel aliquot zugeteilt, der Rest nach Einwohnern. Von 1991 bis 1994 wurden wiederum ein Drittel aliquot und die restlichen zwei Drittel nach Ein­ wohnern verteilt. Wie schlägt sich dieser Verteilungsschritt im Endergebnis nieder? 
Auf die Finanzausstattung pro Einwohner bezogen erhält die Kleingemeinde Planken (aus der Kombination von aliquoter Zuteilung [siehe oben] 
und Alimentation Berggemeinden) am meisten. Der Index des Endergebnis­ ses erreichte Werte von 164 bis 240 (des Landesdurchschnitts, siehe Tabelle 4.30). 
Triesenberg wird durch die Alimentation Berggemeinden vom Minimum in etwa auf den Landesdurchschnitt angehoben: Der Index der Gemeinde Triesenberg schwankt zwischen 92 und 114. 
Für die Gemeinde Schellenberg bedeutet der Verteilungsschritt eine Besser­ stellung um etwa 20 Prozentpunkte (siehe Tabelle 4.30). Welcher Anteil der Finanzausgleichsmasse wird für diese Position verwendet? Der Anteil schwankt zwischen 3.5 und 8.5 Prozent (siehe Tabelle 4.31). Da tendenziell immer mehr für die Anhebung auf das Lan­ desmittel aufgewendet werden musste, wurde immer wieder durch Ver­ änderung der Schlüssel gegengesteuert, um die Alimentation Bergge­ meinden entsprechend auszustatten. 4.6.3.2.2.5 Zuteilung an verschuldete Gemeinden Im letzten Verteilungsschritt werden die verbliebenen FA-Abgaben zu­ geteilt. Dies erfolgte von 1980 bis 1990 auf alle Gemeinden.294 Jede ali­ quote Zuteilung bevorzugt wiederum die Kleingemeinden, jede nach Einwohnern bemessene Zuteilung führt zu einer gleichmässigen Anhe­ bung der Finanzausstattung. Da für die Restverteilung immer weniger FA-Abgaben zur Verfügung standen, wirkte sich diese mit sukzessive geringerem Gewicht auf die Endverteilung aus. Seit 1991 wird der verbleibende Rest jenen Gemeinden zugestanden, die verschuldet sind. Ob das 
Kriterium Verschuldung als Finanzbe­ darfsindikator interpretiert werden kann, mag dahingestellt bleiben.295 ™ Von 1980 bis 1984 wurde nach Einwohnern verteilt, 1985 und 1986 wurden ein Drittel aliquot zugeteilt, zwei Drittel nach Einwohnern, ab 1987 wurde eine Hälfte aliquot, die andere nach Einwohnern verteilt. 2,5 Auf die Gefahr von 
moral hazard muss an dieser Stelle allerdings hingewiesen werden. 349
        

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