Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/348/
Fallstudien zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Liechtenstein Die Anhebung bewirkte für die Endverteilung in den Jahren 1980 bis 1984, dass die Gemeinden mindestens 85 Prozent des Landesdurchschnitts erreichten (siehe Tabelle 4.30), in den Jahren 1985 bis 1990 erreichten die Gemeinden mindestens 81 Prozent des Endverteilungsdurchschnitts. Zuletzt sank dieser Mindestsatz auf 77 Prozent im Jahr 1995. In der gesamten Periode wurden durch die praktizierte Regelung die Gemeinden Balzers, Triesen, Eschen und Mauren auf dieses Minimum (mit kleinen Abweichungen nach oben) angehoben, von 1980 bis 1990 war die Regelung auch für Ruggell bestimmend (siehe Tabelle 4.30). Wieviel musste für den beschriebenen Verteilungsschritt in den ein­ zelnen Jahren aufgewendet werden? Tabelle 4.31 weist aus, dass von 1980 bis 1984 der Anteil an der Finanzausgleichsmasse zwischen 35 und 40 Prozent pendelte. Der Anstieg in den weiteren Jahren (bis 1990) liegt darin begründet, dass das lokale Steueraufkommen immer ungleicher verteilt war und deswegen der Anhebungsbedarf auf das Landesmittel entsprechend zunahm. Das gleiche gilt für die Periode von 1991 bis 1994 (von einem neuen Niveau aus).293 4.6.3.2.2.4 Alimentation der Berggemeinden Traditionell werden im liechtensteinischen Finanzausgleich die Bergge­ meinden (Triesenberg, Schellenberg und Planken) bevorzugt behandelt. Dies kann als Element eines finanzbedarfsorientierten Finanzausgleichs interpretiert werden. Ob der Finanzbedarf einer Gemeinde aufgrund ihrer Berglage tatsächlich in diesem Ausmass, wie es durch den Finanz­ ausgleich berücksichtigt wird, differiert, kann an dieser Stelle nicht be­ urteilt werden. Die Alimentation Berggemeinden wird wiederum in zwei Teilen aus­ geschüttet: Ein Teil wird nach Einwohnern verteilt, der Rest aliquot. 
Je höher der aliquot zu verteilende Anteil bemessen ist, in desto höherem Ausmass wird die Kleingemeinde Planken bevorzugt, je mehr nach Ein­ wohnern verteilt wird, desto mehr erhält Triesenberg. Das Aufteilungsverhältnis zwischen einwohnerbezogener und ali­ quoter Zuteilung wurde immer wieder verändert. Von 1980 bis 1984 wurde ein Fünftel aliquot auf die drei Gemeinden Triesenberg, Planken 293 Dies führte in der Folge jedoch dazu, dass der Spielraum für die weiteren Verteilungs­ schritte sukzessive eingeengt wurde. 348
        

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