Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/312/
Fallstudien zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in Liechtenstein unterrichtet.232 Die Vergleichswerte für Osterreich beziehungsweise Vorarlberg sehen folgendermassen aus (Tabelle. 4.25):233 In Osterreich (Vorarlberg) werden 864 346 (42 645) Schüler in 5376 (257) Schulen von 91 914.(4195) Lehrern betreut. Im unteren Teil der Tabelle 4.25 werden verschiedene Kennzahlen zur Organisationsstruktur ausgewiesen. Im Durchschnitt (über alle Schul­ formen) werden in Liechtenstein deutlich mehr Klassen pro Schule ge­ führt (9.8 vs. 7.7). Allerdings sind die liechtensteinischen Schulen trotz­ dem - gemessen an der Schülerzahl - etwa gleich gross (162 vs. 161). Die Ursache ist selbstredend in der durchschnittlichen Klassenschülerzahl zu finden, die in Liechtenstein bei 16.6, in Osterreich aber bei 20.8 Schülern, liegt. Die Kennzahl Lehrer pro Klasse wird im wesentlichen durch die Wochenstundenzahl und die Lehrverpflichtung beeinflusst: Dieser Indikator liegt in Liechtenstein mit 2.0;sogar leicht besser als in Österreich (2.2).234 Wie sieht dies bei den einzelnen Schultypen aus? Die liechtensteini­ schen 
Primarschulen verfügen über mehr Klassen (8.5 vs. 5.8) und mehr Schüler (140 vs. 113); zum Teil ist dies durch die zusätzliche fünfte Schulstufe bedingt. Allerdings ist die Klassenschülerzahl deutlich gerin­ ger (16.5 vs. 19.6). Gedrückt wird die Klassenschülerzahl durch mehrere Kleinschulen (Planken, Nendeln, Schaanwald235), wobei für die beiden letzteren kaum topografische Gegebenheiten ins Treffen geführt werden können: Die Primarschulen Eschen und Mauren liegen (in der Ebene) nicht weit voneinander entfernt. Die 
Sekundarstufe I steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt bildungs­ politischer Diskussionen. Während sozialdemokratische Parteien eine Gesamtschule für alle 10(11) bis 14(15)jährigen fordern, favorisieren liberal-konservative Parteien eine stärkere hierarchische Differenzie­ rung der Schulformen. Abseits dieser ideologischen Positionen und der bildungsplanerischen Intentionen findet jedoch eine "Abstimmung mit den Füssen" statt. 232 Die Sonderschulfunktion wird vom Verein für heilpädagogische Hilfe, der das Heil­ pädagogische Zentrum in Schaan betreibt, übernommen. Hierzu stehen bisher keine Angaben über Lehrer zur Verfügung. 233 Es wurden nur die mit Liechtenstein vergleichbaren Schulen (Volksschulen, Haupt­ schulen, Sonderschulen, polytechnische Lehrgänge, allgemeinbildende höhere Schulen) in die Gegenüberstellung aufgenommen. 234 In der österreichischen Schulstatistik werden auch die karenzierten Lehrer ihrer Stammschule zugerechnet (vgl. Hubeny 1996c). 235 Auch Schellenberg und Gamprin sind als Kleinschulen anzusehen. 312
        

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