Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/307/
Organisation des Bildungswesens in Liechtenstein Oberschule, Realschule und Gymnasium, auf der Sekundarstufe II (10. bis 13. Schulstufe) läuft das Gymnasium weiter.222 Das 
tertiäre Bildungswesen und die 
Berufsbildung (im Rahmen der Lehrausbildung) werden fast ausschliesslich im benachbarten Ausland (Schweiz) geleistet. Vielfältige Verträge wurden mit der Schweiz (und Osterreich) geschlossen, die den Zugang liechtensteinischer Schüler und Studenten zu den entsprechenden Bildungseinrichtungen sichern.223 Beispielsweise ist Liechtenstein 1981 der Interkantonalen Universi­ tätsvereinbarung beigetreten, wodurch der freie Hochschulzugang in der Schweiz gewährleistet ist. Im Gegenzug bezahlt Liechtenstein den Hoch­ schulkantonen vertraglich fixierte Beiträge. Die 1999 in Kraft, tretende Vereinbarung bringt allerdings eine schrittweise Erhöhung der Beiträge um circa 50 Prozent, wobei eine Differenzierung nach Studienrichtungen (Kosten der Ausbildung) vorgesehen ist (LVB vom 6. März 1997). In diese Interkantonale Universitätsvereinbarung ist auch die einzige inländische tertiäre Bildungseinrichtung, das ehemalige Abendtechni­ kum Vaduz,, das inzwischen in Liechtensteinische Ingenieurschule (LIS) umbenannt und zu einer Fachhochschule224 aufgewertet wurde, einge­ bunden. Da die LIS zum grösseren Teil von ausländischen Studenten225 belegt wird, resultieren geringfügige Einnahmen (durch Schweizer Kan­ tone, vor allem St. Gallen). Neben der Bereitstellung beziehungsweise Unterstützung von Bil­ dungseinrichtungen gewährt der liechtensteinische Staat auch Geldlei­ stungen in Form von 
Stipendien. Etwa drei Mio. CHF werden gemäss dem 
rGesetz über die staatlichen Ausbildungsbeihilfen jährlich ausbe­ zahlt, wobei die Hälfte als zinsfreies Darlehen vergeben wird, das später zurückbezahlt werden muss (LVB vom 19. September 1995). 222 Berufsbildende höhere Schulen können im Ausland (vor allem in der Schweiz) besucht werden. 223 Im Bereich der Schulen zum Beispiel die Interregionale Fachschulvereinbarung und das Regionale Schulabkommen (LVL vom 18. Dezember 1994) oder die Vereinbarung über die Ostschweizerischen Höheren Fachschulen für Sozialarbeit und Sozialpädago­ gik (LVL vom 24. August 1995). Vollständige Ubersichten in: Schulamt "Interne Uber­ sichten zu Beiträgen an ausseruniversitäre Bildungsanstalten im tertiären Bereich" vom 11. April 1994 sowie in der systematischen Sammlung der Liechtensteinischen Rechts­ vorschriften, Register 1993, S. 176 ff. 224 Das 1992 beschlossene Fachhochschulgesetz wird derzeit dahingehend geändert, dass die LIS in die gewünschte Rechtsform, eine öffentlich-rechtliche Stiftung, umgewan­ delt werden kann (LVL vom 13. Mai 1997). 225 Von den 177 Studenten der LIS kommen 106 aus Osterreich, 42 aus der Schweiz und nur 28 aus Liechtenstein selbst, einer aus Deutschland (siehe LVL vom 24. Juni 1997). 307
        

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