Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
28
Erscheinungsjahr:
1999
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000130578/281/
Revidierung des Lastenausgleichs 4.3.5 Föderalismustheoretisch fundierte Revidierung des Lastenausgleichs 4.3.5.1 Die Aufgaben- und Finanzierungsteilung zwischen dem Land und den Gemeinden Grundsätzlich sind alle Leistungen, bei denen der Jugenddienst des Amtes für Soziale Dienste in seiner 
Schutz- und Hilfefunktion quasi hoheitlich tätig wird, dem 
Land zuzuordnen. Dies betrifft den Jugend­ schutz und die Einzel- und Direkthilfen im Rahmen der Jugendhilfe. Differenzierter ist die Situation bei den Förderungen von Institutio­ nen zu beurteilen: Hier könnte argumentiert werden, dass 
landesweit tätige oder wirkende Organisationen auch vom 
Land unterstützt wer­ den sollen. Darunter fallen (aus der bisherigen Jugendhilfe) die Be­ ratungsstelle für Eltern/Kinder/Jugendliche, die sozialpädagogische Jugendwohngruppe und die sozialpädagogische Familienbegleitung. Landesweite Wirkung entfalten (aus der bisherigen Jugendpflege) die sonstigen Förderungen (Beiträge, Jugendleiterurlaub) und die Koordination Jugendarbeit. Die Beiträge an Verbände und Organisa­ tionen sind zu unterteilen. Landesweit tätige Institutionen wie das Pfadfinderkorps, die Jugendarbeitsstelle des Dekanats etc. sollten vom Land unterstützt werden. Hingegen wären 
lokal tätige Institutionen konsequenterweise der jeweiligen 
Gemeinde zuzuordnen. Betrachten wir beispielsweise die Kinderbetreuungseinrichtungen: Diese sind meist lokal verortet und be­ treuen vorwiegend Kinder, die aus der jeweiligen Gemeinde stammen. In diesem Sinn wäre zu überlegen, ob die Unterstützung für Kinder­ betreuungseinrichtungen nicht den Gemeinden überantwortet werden sollte. Das gleiche gilt für die 
Jugendzentren (Freizeitzentren). In den Tabellen 4.15-4.17 wurde diese föderalismustheoretisch fun­ dierte Zuordnung der Ausgaben für die Jahre 1994 bis 1996 vorgenom­ men. Danach würden die Gemeinden nicht wie bisher einen Teil der Ausgaben über den Lastenausgleich finanzieren, sondern nunmehr die auf ihrem Gemeindegebiet tätigen Kinder- und Jugendbetreuungsein­ richtungen direkt unterstützen. Das Land übernimmt im Gegenzug die Förderung aller Institutionen, die landesweit tätig sind, beziehungsweise die Ausgaben, die aus der Schutz- und Hilfefunktion des Jugenddienstes resultieren. 281
        

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